Reise-Ratgeber: Auf welche Regeln Camper im Ausland achten mĂŒssen

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Frankreich, Italien, Kroatien und DĂ€nemark zĂ€hlen zu den beliebtesten Urlaubszielen bei deutschen Campern. So unterschiedlich die jeweiligen Nationen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Verkehrsregeln. Wer sich mit einem Caravan zum Beispiel auf den Weg nach Kroatien macht, ist verpflichtet, zwei Warndreiecke mitzufĂŒhren.

Auch in Frankreich gilt sowohl fĂŒr Caravans als auch fĂŒr Reisemobile eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h. Nach Angaben von Intercaravaning, Europas grĂ¶ĂŸte Fachhandelskette fĂŒr Caravaning, dĂŒrfen Reisemobile und Caravans bis 3,5 Tonnen auf französischen Landstraßen 90 km/h und auf der Autobahn 130 km/h fahren. Liegt das Gewicht des Mobils oder des Gespanns ĂŒber 3,5 t sind auf Landstraßen nur 80 km/h und auf Autobahnen 110 km/h erlaubt. Auf dreispurigen Straßen dĂŒrfen Gespanne ĂŒber 3,5 t oder einer LĂ€nge von ĂŒber sieben Metern nur die beiden rechten Fahrstreifen nutzen.

Gespannfahrer, die bei einer Geschwindigkeit von ĂŒber 100 km/h einen Unfall verursachen, mĂŒssen damit rechnen, dass die Versicherungsleistung beschrĂ€nkt wird. Bei Niederschlag und fĂŒr FahranfĂ€nger, die ihren FĂŒhrerschein weniger als drei Jahre haben, gilt grundsĂ€tzlich eine Begrenzung von 80 km/h auf Landstraßen sowie von 110 km/h auf Autobahnen. Zudem besteht dann eine Lichtpflicht. Auch in Galerien und Tunneln geht nichts ohne Licht.

In Frankreich mĂŒssen FahrzeugfĂŒhrer zudem ab dem, 1. Juli 2012 einen Einweg-Alkoholtester mitfĂŒhren. Die TestgerĂ€te gibt es ab zwei Euro zum Beispiel an Tankstellen. Am besten man kauft sie direkt nach GrenzĂŒbertritt.

In Italien gilt unabhĂ€ngig von Wetter und Tageszeit immer Lichtpflicht. Jedoch reicht das Einschalten von Tagfahrlicht, ĂŒber das mittlerweile zahlreiche neue Reisemobile und Pkw verfĂŒgen. Eine Warnweste ist ebenfalls vorgeschrieben. Ladungen wie beispielsweise FahrradtrĂ€ger mĂŒssen mit einer 50 x 50 cm rot-weiß schraffierten und reflektierenden Warntafel versehen werden. Innerorts sind fĂŒr alle Fahrzeuge maximal 50 km/h erlaubt. Gespannfahrer dĂŒrfen außerorts bis zu 80 km/h schnell sein. Bei Reisemobilen bis 3,5 t sind die Geschwindigkeitsbegrenzungen einerseits vom Gewicht und andererseits vom Alter des FĂŒhrerscheins abhĂ€ngig. Das bedeutet außerhalb von Ortschaften 90 km/h bis maximal 110 km/h auf Schnellstraßen. Ist der FĂŒhrerschein jĂŒnger als drei Jahre oder fĂ€llt Regen oder Schnee gilt ein grundsĂ€tzliches Limit von 90 km/h. Auf der Autobahn gilt Ă€hnliches. Hier sind 130 km/h erlaubt, es sei denn es fĂ€llt ebenfalls Niederschlag oder der Fahrer besitzt seine Fahrerlaubnis weniger als drei Jahre. In diesen FĂ€llen betrĂ€gt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit 110 km/h beziehungsweise 100 km/h. Wichtig bei einer Panne: Privates Abschleppen ist ĂŒberall in Italien verboten. Alkohol hinterm Steuer wird in Italien besonders hart bestraft. Wird ein Fahrer mit 1,5 Promille erwischt und ist er Besitzer des Fahrzeugs, wird dieses enteignet. Intercaravaning erinnert auch daran, dass auf der Brennerautobahn Wohnwagengespanne nicht ĂŒberholen dĂŒrfen.

Bei Überholmanövern in Kroatien muss, anders als in Deutschland, der Blinker immer aktiviert bleiben. Haltende Schulbusse dĂŒrfen jedoch generell nicht ĂŒberholt werden. Sollte es zu einem Unfall kommen, sollte immer die Polizei gerufen werden, da es sonst bei der Ausreise an der Grenze Probleme geben kann. Fahrzeuge mit grĂ¶ĂŸeren KarosserieschĂ€den dĂŒrfen nur mit polizeilicher SchadensbestĂ€tigung das Land verlassen. Im Zeitraum von Ende Oktober bis Ende MĂ€rz besteht in Kroatien tagsĂŒber Lichtpflicht.

Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt auch in Kroatien fĂŒr alle Fahrzeuge ein Tempolimit von 50 km/h. Caravans dĂŒrfen außerorts 80 km/h und auf Autobahnen 90 km/h schnell sein. Reisemobile dĂŒrfen außerhalb geschlossener Ortschaften maximal 90 km/h, auf Schnellstraßen 110 km/h und auf Autobahnen bis zu 130 km/h.

Wie in Italien gibt es auch in DĂ€nemark tagsĂŒber eine Lichtpflicht. Fahrer von Wohnwagengespannen und Reisemobilen ĂŒber 3,5 t mĂŒssen ein wenig Geduld mitbringen, denn außerorts liegt das Tempolimit bei 70 km/h und auf Autobahnen bei maximal 80 km/h. Ein wenig schneller dĂŒrfen Reisemobilsten mit Fahrzeugen bis zu 3,5 t unterwegs sein. Die Höchstgeschwindigkeit fĂŒr die Landstraße lautet hier 80 km /h und fĂŒr die Autobahn 130 km/h.

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