Sehen, staunen, ausprobieren – der Caravan Salon präsentiert die Welt der Reisemobile, und natürlich darf ein bisschen Show auch sein ABER: warum versteht man die so schlecht?

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1.800 Camping-Fahrzeuge von 120 Herstellern, verteilt auf fünf große Messehallen – das muss der Camper-Himmel sein. Aktuell finden Freunde des mobilen und naturnahen Urlaubs alles was ihr Herz begehrt an einem Ort und zwar in Düsseldorf. Seit dem vergangenen Wochenende lädt der Caravan Salon Düsseldorf zum staunen, ausprobieren und zum träumen ein. Und weil das Auge auch mit vereist setzen die Hersteller der Caravans und Reisemobile zunehmend auf peppige Designs und ideenreiche Details. Das nehmen die Messe Düsseldorf und die Red Dot GmbH zum Anlass einen Schönheitswettbewerb auszurufen, den „Caravaning Design Award“.

Und so lässt man von der Caravan-Messe  fröhlich verlauten: Die Jury hatte zehnmal die Auszeichnung „Caravaning Design Award: Honourable Mention“, ein Preis für gelungene Detaillösungen, sowie 15-mal den „Caravaning Design Award: Innovations for New Mobility“, so lautet der Titel für die Sieger in der Kategorie „besondere Designleistungen in Form und Funktion“) vergeben. Für ihre herausragenden und wegweisenden Gestaltungen erhielten Knaus Tabbert, Alko und Truma Gerätetechnik diese Auszeichnung. Über die Prämierung mit der Höchstauszeichnung hinaus, durfte sich Tecnoform über den Sonderpreis „Caravaning Design Award: Best Interior Design” freuen. Mit der Gestaltung der Inneneinrichtung für Wohnwagen und Wohnmobile „TDL – Tecnoform Design Lab“ überzeugte der Hersteller die Expertenrunde.

Wahrscheinlich fragen sich einige Leser an dieser Stelle  „Hä? wovon reden die da jetzt? Honourable, for New Mobility, Mention?“ Geht es nicht darum einfach nur schöne Reisemobile, Wohnwagen und Zubehör zu prämieren, pfiffige Ideen zu bewerten und die Designer sowie die Hersteller für ihre gute Arbeit zu belohnen? Ja genau, darum geht es eigentlich! Warum jedoch diese abgefahrenen und mit großer Wahrscheinlichkeit sowohl für die Caravan-Zielgruppe als auch für die meisten Hersteller unverständlichen Wort-Kreationen gewählt wurden wissen wahrscheinlich nur die Initiatoren des Wettbewerbs. Gerade bei einem in Deutschland ausgelobtem Preis darf dieser auch gern der Verständlichkeit wegen deutsch ausfallen. Unverständliche Wortkreationen passen eigentlich eher nicht in die Reisemobilbranche, denn sowohl die Camping-Industrie als auch die Kundschaft erfreut sich in diesem Segment vor allem an einem: nämlich an der Einfachheit der Sache. Und die lässt sich noch einfacher beschreiben: Reisen, Leben und Natur genießen, Spass haben!

Wie dem auch sei, die Preisverleihung ist eine großartige Sache. Viele Hersteller bemühen sich die Welt der Reisemobile mit zu gestalten und wem Ehre gebührt, der soll bekanntlich auch geehrt werden. Damit kommen wir auch zurück zum Design Award, der in diesem Jahr nicht nur durch die Fach-Jury bestimmt wurde. Erstmals war ebenfalls auch die Öffentlichkeit via Internet aufgerufen, ihre Favoriten aus den Kategorien „Caravans” sowie „Wohnmobile und Basisfahrzeuge” zu wählen. Insgesamt 38.160 Stimmen wurden abgegeben. Gewonnen haben der Van TI und der Wohnwagen Grande Puccini von Knaus Tabbert sowie die Hobby-Modelle Premium Van 65 GE und der Caravan Premium 560 CFe. (Übrigens: der Preis der Öffentlichkeitsabstimmung trägt den Titel „the public choice“.)

Daneben dürfen sich aber auch einige Zubehör-Hersteller über eine Prämierung freuen. Spiegelhersteller EMUK zum Beispiel bekommt den Innovationspreis für die Weiterentwicklung im Bereich übersichtlicher und leicht zu montierender Aussenspiegel.

Ebenfalls mit dem Innovationspreis ausgezeichnet: Das Camping-Schranksystem „ModuCamp“ von Westfield Outdoors. Das mobile Verstausystem gibt dem Camper das Gefühl, auch unterwegs zu Hause zu sein. Drei Schrank- sowie zwei Erweiterungsmodule bilden eine Produktfamilie und sind in beliebiger Reihenfolge und Anzahl mithilfe durchdachter Verbindungselemente miteinander kombinierbar. Dennoch lässt sich jedes Schrankmodul auch einzeln nutzen und kann mit jedem Erweiterungsmodul versehen werden.

Standheizungsexperte Eberspächer hingegen verbindet moderne Technik mit bewährten Systemen und vernetzt den Benutzer mit seiner Fahrzeugheizung. Mit der „EasyStart Call App“ wird das Handy zur telefonischen Fernbedienung. Die Idee dahinter: moderne Kundenbedürfnisse mit den neusten Entwicklungen auf dem Mobilfunkmarkt verbinden. Das Smartphone wird somit zur Schaltzentrale für die Standheizung. Eine innovative App, die rechtzeitig zum Marktstart im Herbst erhältlich sein wird.

Bleibt abschließend eigentlich nur zu sagen: „schöne Fahrzeuge, schicke Designs, tolle Ideen – gut gemacht!“

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