Gebrauchtes Wohnmobil kaufen – ab Herbst fallen die Preise!

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Saisonbedingt fĂĽllt sich ab Herbst der Markt an gebrauchten Reisemobilen und die Kaufnachfrage lässt zunächst nach. Entsprechend fallen die Priese und die Zeit fĂĽr eine Neuanschaffung könnte nicht gĂĽnstiger sein, jedoch sollten Interessierte sich nicht von aktuellen Schnäppchen blenden lassen. Ein wenig Zeit zum Vergleichen sollte sich jeder nehmen. Der lange Winter steht bevor und die Plätze der Händler fĂĽllen sich weiter. Bis Ferbuar sollte man sich dann aber doch entschieden haben, denn mit dem anstehenden FrĂĽhling steigen Nachfrage und somit die Preise fĂĽr Wohnmobile erneut an.gebrauchte WohnmobileWas gilt es bei der akutellen Suche zu beachten? Vorsicht bei ältere Reisemobilen: sie besitzen häufig keine Umweltplakette. Die „Oldies“ sind in der Anschaffung zwar sehr gĂĽnstig, im Unterhalt liegen hier die Kosten jedoch deutlich höher als bei Fahrzeugen mit Plakette. Wohnmobilneulinge sollten sich unbedingt mit der nötigen Motorleistung befassen: Fahrzeuge ĂĽber 3,5 Tonnen sollten schon etwas „Bumms“ haben. Mit mindestens 90 PS rollt die mobile Ferienwohnung deutlich entspannter in den Urlaub, Sicherheitsreserven an Steigungen und bei Ăśberholmanövern sind erst ab dieser Leistung gewährleistet. Ist die Auswahl durch Zeitungsinserate, Internetbörsen oder direkt biem Händler getroffen, gilt es, das infrage kommende Fahrzeug ausgiebig bei einer Probefahrt zu testen. Besonders das Kaltstartverhalten kann mit den niedrigen Temperaturen ab Herbst getestet werden: springt der Motor leicht an und läuft er vom Start weg rund und ruhig? Eine Fahrt ĂĽber schlechte StraĂźen, im Idelafall sogar ĂĽber Kopfsteinpflaster entlarvt oft verdächtige Geräusche, die auf mögliche Schäden am Chassis und Fahrwerk hinweisen. Daneben sollten unbedingt alle weiteren technischen Einrichtungen wie Standheizung, KĂĽchengeräte, Gasanlage und Badezimmertechnik ausgiebig getestet werden.

Fahrzeuge von Privatpersonen können Schnäppchen sein, allerdings fehlt hier die gesetzliche Gewährleistung. Dahingegen gewährt der Kauf beim Wohnmobil-Händler die Sicherheit einer mindestens einjährigen Haftung für Sachmängel. Zudem sind die deutschen Wohnmobilhändler stets bemüht ihren Kunden verlässliche Fahrzeuge zu verkaufen und oft übernimmt die angeschlossene Werkstatt nötige Reparaturen und Wartungsarbeiten.

Der Kaufpreis ist eigentlich fast immer verhandelbar und mitunter auch gerne mal etwas überhöht, somit bleibt für beide Parteien Spielraum zum Handeln. Bei der Preisermittlung hilft ein Blick in die Schwacke-Liste, in der die Marktpreise für gängige Modelle aus verschiedenen Baujahren aufgelistet sind. Allerdings gelten diese Preise nur für Serienausstattungen, oftmals haben jedoch die Vorbesitzer das eine oder andere teure Extra nachgerüstet. Spezielle Umbauten und Extras sollten mit Quittungen nachgewiesen werden können. Hier entscheidet auch das Einbaudatum. Extrazubehör hat einen vergleichsweise hohen Wertverlust. So ist zum Beispiel eine ursprünglich 1.000 Euro teure Markise nach fünf Jahren Nutzung gerade noch 300 Euro wert.

Baujahr des Reisemobils und das Alter der Zusatzausstattung sind natürlich nur theoretische Anhaltspunkte bei der Presiverhandlung. Entscheidender und stark wertbeeinlussend sind der individuelle Pflege- und Erhaltungszustand des Wohnmobils. Ein zehn Jahres altes Mobil kann nahezu Neuzustand besitzen oder aber auch völlig abgewohnt und verschlissen sein. Duftmarken von Rauchern oder Tieren, starke Verschmutzungen im Inneraum und fleckige Polster mindern den Wert eines gebrauchten Reisemobils erhelbich. Schlussendlich sollte der Verkäufer eine Nachweis über die regelmäßigen Wartungsarbeiten am Fahrzeug erbringen können, Scheckheft und detallierte Werkstattrechnungen mit Vermerk des amtlichen Kennzeichens und Kilometerstands sollten also vorliegen. HU und Gasanlagenprüfung sind im Idealfall vom Verkäufer breits erneuert und wer dann noch eine Sichtprüfung auf Undichtigkeiten, Rost und Bremsenverschleiß vornimmt hat den kompletten Gebrauchtmobilcheck absolviert.

Noch ein Tipp: nehmen Sie sich Zeit, sowohl bei der Suche als auch bei der Besichtigung und der Probefahrt – eventuelle Mängel lassen sich vor dem Kauf immer besser besprechen und regeln als danach.

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