Der Stoff, aus dem TrĂ€ume sind… Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen der Polsterei von HYMER

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„Ah, wie schön!“ oder „Oh, das fĂŒhlt sich aber gut an“ – solche SĂ€tze hört man gar nicht so selten, wenn man einen HYMER-Handelspartner irgendwo in Europa besucht. Und in den meisten FĂ€llen steckt eine Frau dahinter; eine Frau, fĂŒr die der Kauf eines Reisemobils weniger etwas mit PS, Gewicht oder Zuladung zu tun hat, sondern vielmehr mit stimmigen Farben, tollen Stoffen und hochwertigen Dekoren. Zum Leben erweckt werden die HYMER-Stilwelten in einem unscheinbaren GebĂ€ude in Bad Waldsee.

Dienstag Morgen, 9.15 Uhr in Oberschwaben – 30 NĂ€herinnen kommen lachend aus der FrĂŒhstĂŒckspause und nehmen nach und nach wieder ihre PlĂ€tze an den NĂ€hmaschinen ein. Vor ihnen liegen lange Stoffbahnen, Schnittmuster und messerscharfe Scheren. Fast könnte man meinen, man sei in einem Pariser Modeatelier, wĂŒrden draußen vor dem großen Fenster nicht Reisemobile und Caravans vorbei fahren. Aber chic ist es in der HYMER-NĂ€herei allemal. Schließlich entstehen hier die Stilwelten. 30 NĂ€herinnen und NĂ€her, viele mit jahrzehntelanger Erfahrung, bringen die NĂ€hmaschinen zum Rattern und sorgen dafĂŒr, dass die Ideen der Designer Wirklichkeit werden. Aus 25 Kombinationen können Kunden aktuell wĂ€hlen – eine Vielfalt, die sonst kein Hersteller bietet. „Dabei sollen die Stoffe nicht nur schön aussehen, sondern auch Eigenschaften besitzen, die man auf den ersten Blick gar nicht wahrnimmt, die aber aus einem x-beliebigen Stoff einen HYMER-Stoff machen“, erklĂ€rt Frank Venter, Teamleiter Design. Das beginnt schon bei der Auswahl der Lieferanten, wie z.B. die GebrĂŒder Munzert, die 1925 mit der Produktion von Kleiderstoffen und Damasten begonnen haben und heute ihre Stoffe als „gewebte Lebensfreude“ bezeichnen. „Partner mit einem solchen Erfahrungsschatz sind genau das, was wir suchen, schließlich setzen wir Mikrofaserstoffe nur noch sehr begrenzt ein, und ersetzen diese soweit wie möglich durch gewebte und strapazierfĂ€hige Unistoffe“, so Venter. Im nĂ€chsten Schritt geht es um Reibechtheit, Scheuerfestigkeit, Lichtechtheit – Fachbegriffe, die aus der Möbelbranche stammen, aber bei HYMER genauso zum Standard geworden sind. Fragt man die NĂ€herinnen, was ihnen ganz besonders am Herzen liegt, wird durch die Bank vom Nahtschiebewiderstand, also der Belastbarkeit der NĂ€hte selbst gesprochen. „Wenn die NahtqualitĂ€t nicht passt, wird die ProduktqualitĂ€t auch nie passen“, erklĂ€ren die Experten „den Anspruch haben wir jeden Tag an uns.“

Der QualitĂ€tsanspruch ist aber im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtiger. Denn ansprechende und hochwertige Stoffe sind ein Teil des Ganzen, der andere liegt quasi direkt unter der schönen OberflĂ€che, nĂ€mlich die Polster bzw. SchĂ€ume selbst, die auch nach Jahren noch ihre Form behalten und somit unschöne Sitzkuhlen keine Chance lassen. „Eines muss ich zugeben“, schreibt HYMER-Facebookfan Tom Frantzen „die Polster in unserem HYMER sind auch nach 20 Jahren noch erstaunlich gut.“ Nachhaltigkeit und vor allem WertbestĂ€ndigkeit zieht sich als roter Faden also auch durch die NĂ€herei. Übrigens: sollte trotz Fleckenschutz doch einmal ein Stoff ausgetauscht werden mĂŒssen, ist selbst das kein Problem. Im Stoff-Archiv wartet jedes Design mindestens zehn Jahre auf einen Einsatz und manchmal schlummern wahre SchĂ€tze sogar 30 Jahre lang in Bad Waldsee. Im Gegensatz dazu haben die NĂ€hmaschinen keine Zeit zum Schlummern, fleißig springen die Nadeln in der NĂ€herei auf und ab, denn schließlich wartet irgendwo in Europa ein Kunde auf seinen ganz persönlichen Traum vom mobilen Reisen.

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