Alkotester-Pflicht gekippt? Frankreich verzichtet vorerst auf Alkoholtester.

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Irgendwie konnte man nur den Kopf schĂŒtteln, als Frankreich beschloss, dass jeder Autofahrer seinen eigenen Alkoholtester per Gesetz an Bord haben muss. Die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme haben die Franzosen ĂŒberdacht und wer aktuell in Frankreich mit einem Kraftfahrzeug unterwegs ist, muss vorerst kein AlkoholtestgerĂ€t mehr mit sich fĂŒhren. Nach Informationen des Auto Club Europa (ACE) ist die erst im vergangenen Jahr neu eingefĂŒhrte Pflicht zur privaten Mitnahme von Pusteröhrchen vom französischen Innenminister wieder ausgesetzt worden.

Der Stopp der Vorschrift gilt ab sofort; ob es eine alternative Anschlussregelung geben wird, ist laut ACE offen. Kraftfahrer, die keinen Alkoholtester bei sich haben und bei polizeilichen Kontrollen in Frankreich deswegen ein Verwarnungsgeld auferlegt bekommen, sollen den Betrag nur unter Vorbehalt zahlen und gegen den Bescheid unverzĂŒglich Rechtsmittel einlegen, rĂ€t der Club. Ohnehin war nach der ursprĂŒnglichen Alkoholtester-Verordnung eine Übergangsfrist vorgesehen, der zufolge erst von diesem MĂ€rz an bei Missachtung der Mitnahmepflicht ein Verwarnungsgeld erhoben werden darf. Der ACE hĂ€lt es aber nicht fĂŒr ausgeschlossen, dass einzelne Polizisten von der Entscheidung ihrer Zentralregierung in Paris noch nichts mitbekommen haben und ein Delikt ahnden wollen, das es nicht mehr gibt.

Frankreich wollte mit den Alkoholtestern den Kampf gegen die dort noch verbreiteten Alkoholfahrten aufnehmen. Dagegen gab es Vorbehalte etwa wegen des frĂŒhen Verfallsdatums der genormten Teströhrchen und wegen Schwierigkeiten beim Vertrieb der GerĂ€te, erlĂ€uterte der ACE.

Erst Anfang des Jahres war in Frankreich eine weitere Neuregelung im Straßenverkehr wieder gekippt worden. Mit dem Tag des geplanten Inkraftretens verzichtete die Regierung auf das Vorhaben, Motorradfahrern reflektierende Kleidung vorzuschreiben.

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