Sicherheitsrisiko durch alte Reifen – Wohnmobilreifen und Caravanräder unbedingt prüfen und rechtzeitig tauschen!

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Der Lebenszyklus eines Autoreifens neigt sich nach sechs Jahren seinem Ende. Das Material fängt an, spröde und rissig zu werden und die Gefahr der Ablösung der Lauffläche steigt. Das Ausfallrisiko nimmt ab diesem Alter deutlich zu, wie Studien der Dekra-Unfallanalyse zeigen. Von diesem Problem besonders betroffen sind alle Fahrzeuge mit geringer Jahresfahrleistung, wie beispielsweise Wohnmobile und Wohnwagen, Anhänger, Cabrios oder wenig gefahrene Pkws. Wenn wenig gefahren wird, haben überalterte Reifen oftmals noch ein zulässiges Profil von mehr als 1,6 Millimetern. „Ich kann nur eindringlich davor warnen, aus falsch verstandener Sparsamkeit zu lange mit dem Austausch alter Reifen zu warten“, sagt Christian Koch, Reifensachverständiger bei Dekra. Ein Reifenausfall könne nicht nur erhebliche Sach-, sondern auch Personenschäden zur Folge haben.

Wohnmobilreifen (Quelle: Delticom)

Eine erhöhte Gefahr besteht insbesondere in den Sommermonaten, weil hier mehrere Risikofaktoren zusammentreffen, die den Reifen das Äußerste abverlangen: starke Hitze, lange Autobahnfahrten und hohe Beladung. Vergisst der Fahrer vor solchen Einsätzen, den Reifenfülldruck an die erhöhten Belastungen anzupassen, kann es kritisch werden. Gerade vor langen Urlaubsfahrten ist deshalb ein gründlicher Reifencheck an Reisemobil und Caravan ein absolutes Muss; im Übrigen ist der Check auch allen anderen Autofahrern anzuraten.

Wie viele Jahre ein Reifen auf dem Buckel hat, erschließt sich aus der DOT-Nummer an der Reifenflanke. Die Ziffernkombination 2506 zum Beispiel bedeuten, dass der Reifen in der 25. Kalenderwoche des Jahres 2006 produziert wurde. Ein so gekennzeichneter Reifen wäre schon sieben Jahre alt und sollte umgehend ersetzt werden.

Neben der Kontrolle des Reifenfülldrucks (immer an kalten Reifen), sollten die Gummis auch auf eventuelle Schäden überprüft werden. Stellt man Risse, Einstiche, Beulen oder ein einseitig abgefahrenes Profil fest, ist umgehend ein Fachmann zu Rate zu ziehen, der dem Problem auf den Grund geht.

Desweiteren gilt es beim Neukauf, insbesondere bei Caravan- und Wohnmobilreifen, sorgfältig die richtige Lastenklasse zu bestimmen. Gemäß Verwendungszweck und erhöhter Fahrzeugzuladung benötigen Wohnmobile nämlich verstärkte Reifen aus dem Transporterbereich. Sollte das Reisemobil bei den Urlaubsfahrten oft an der Grenze seines zulässigen Gesamtgewichts beladen werden, empfiehlt es sich die nächsthöhere Lastenklasse zu wählen, um auch beim Reifen Reserven zu haben.

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