Vignettenpflicht in Österreich und in der Schweiz: „Pickerl“-Tricksen kann teuer werden

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Vignettenpflicht in Österreich und in der Schweiz: „Pickerl“-Tricksen kann teuer werden (Foto: Dekra/Auto-Reporter.NET)Wer in den beliebten Reiseländern Österreich und Schweiz die Autobahnen benutzen will, braucht eine gültige Vignette. Wichtig dabei: Das „Pickerl“ muss bereits auf den ersten Metern der mautpflichtigen Straße fest ans Fahrzeug angeklebt sein, sonst drohen saftige Bußgelder. Noch teurer werden Manipulationen. Kontrolliert wird von mobilen Kontrollteams und Polizei an ständig wechselnden Standorten. In Österreich wurden 2012 über 142.000 Mautpreller belangt, davon waren mehr als 100.000 aus dem Ausland.

In Österreich gilt die Vignettenpflicht für alle Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht, wie etwa Pkw, Wohnmobile und Motorräder. Ausgenommen sind Anhänger, Wohnwagen und Beiwagen. Allerdings reicht es nicht, die Vignette nur mitzuführen. Das „Pickerl“ muss beim Pkw innen an der Windschutzscheibe kleben. Am Motorrad ist es an einem nicht oder nur schwer entfernbaren Teil anzubringen. Ablösen, Umkleben oder Manipulationen an der Vignette sind unzulässig.

Wer ohne oder mit nicht angeklebter Vignette erwischt wird, zahlt eine Ersatzmaut (Pkw: 120 € / Motorrad: 65 €). Bei Manipulationen, etwa mittels Klebestreifen oder Folie, ist das Doppelte fällig. Wer nicht zahlt, riskiert ein Strafverfahren mit Geldstrafen von 300 bis 3.000 Euro. Erhältlich ist die aktuelle, himbeerrote Vignette an vielen Tankstellen, in Kiosken und bei Automobilclubs in der Nähe von Autobahnen, vor allem in Grenzgebieten. Die Kosten bewegen sich bei Kfz zwischen 8,30 € (10 Tage gültig) bis 80,60 € (ein Jahr gültig), bei Motorrädern sind es zwischen 4,80 € und 32,10 €.

In der Schweiz gibt es nur eine Jahresvignette, die für alle Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen 40 Franken (ca. 33 €) kostet. Damit das Pickerl in Blaumetallic gültig ist, muss es auch hier im Originalzustand und ohne Verwendung anderer Materialien aufgeklebt sein: Bei Pkw auf der Innenseite der Windschutzscheibe, bei Motorrädern und Anhängern an einem leicht zugänglichen und nicht auswechselbaren Teil. Achtung: Für Anhänger und Wohnwagen ist zwingend eine eigene dort angebrachte Vignette vorgeschrieben. Ein Ablösen, Übertragen oder die Verwendung von Folien oder Klebestreifen macht die Vignette ungültig. Bei Verstößen droht eine Geldbuße von 200 Franken (ca. 162 €). Wer die Vignette auf irgendeine Art manipuliert, fälscht oder eine gefälschte verwendet, kann mit Freiheitsentzug bis zu drei Jahren oder Geldbuße bestraft werden. In der Schweiz werden jährlich rund 18.000 Vignetten-Bußen ausgesprochen.

1 KOMMENTAR

  1. Ganz ehrlich: wer so blöd ist und wegen den paar (nervigen) Euro bescheißt, soll lieber erwischt werden. Klar ist das lästig, aber die kontrollieren stellenweise so scharf und mit allen möglichen Methoden – Kameras an Brücken, Zufahrten (besonders bei Touristengebieten) und alles, dass man sehr wahrscheinlich erwischt wird. Das ist es nicht wert. Ja, lieber nicht tricksen.

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