Land der begrenzten Möglichkeiten: USA-Touristen müssen mit Einschränkungen rechnen

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Nationalparks oder Museen können in den USA schon mal geschlossen bleiben (Quelle: news2do.com)Urlauber, die aktuell mit einem Reisemobil die USA erkunden möchten werden es schwer haben, denn die beliebten Stellplätze der Nationalparks sind derzeit geschlossen, ebenso viele weitere Attraktionen. Die aufgrund des Haushaltsstreits in den USA seit dem 1. Oktober eingeschränkten Regierungsschäfte („Government Shutdown“, Verwaltungsstillstand) betreffen auch USA-Touristen, vor allem bei Besuchen von Sehenswürdigkeiten. Laut ADAC sind alle 350 staatlichen Museen, Monumente, historische Häuser und vor allem Nationalparks geschlossen, darunter auch der Yosemite Nationalpark und der Grand Canyon. Auch die Bearbeitung von Visa-Anträgen bei den Botschaften kann sich verzögern.

Die Online-Einreiseregistrierung (ESTA), die deutsche Urlauber für eine visumsfreie Reise unter 90 Tagen benötigen, ist laut Auskunft der US-Botschaft in Berlin derzeit nicht eingeschränkt. Dennoch wird geraten, die zwei Jahre lang gültige ESTA-Registrierung nicht zu kurzfristig zu beantragen. Kinderreisepässe berechtigten nur dann zur Einreise per ESTA, wenn sie ein Foto enthalten, vor dem 26.10.2006 ausgestellt und seitdem nicht verlängert wurden. Bei einem ab dem 26.10.2006 ausgestellten, verlängerten oder veränderten Kinderreisepass sei ein Visum notwendig, so der ADAC. Und dessen Bearbeitung dürfte zurzeit länger dauern.

Keine Einschränkungen gibt es bei den Einreise- und Sicherheitskontrollen an den Flughäfen. Passagiere sollten sich dennoch auf längere Wartezeiten bei der Einreise einstellen. – Generell wird geraten, sich bei seinem Reiseveranstalter nach der aktuellen Lage zu erkundigen.

Rechtlich gesehen entspricht der Verwaltungsstillstand einem Streik. Bei gebuchten Pauschalreisen mit Tickets für Museen und Nationalparks haben Reisende deshalb gegebenenfalls einen Anspruch auf Reisepreisminderung, wenn die Einrichtungen unerwartet geschlossen sind. Wurde der Besuch einer Einrichtung vorab gebucht, ist das Eintrittsgeld vom Veranstalter zurückzuerstatten. Besonders ärgerlich für New York Touristen – auch dei Freiheitsstatue ist vom Streik betroffen und kann derzeit nicht besucht werden.

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