Stauraumwunder mit TĂŒcken: Dachboxen

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Bei einer Dachbox sollte auf die richtige Beladung geachtet werden (Quelle: GTÜ/news2do)Es gibt Situationen, da ist jede Menge Stauraum im Auto gefragt. Und was nicht ins Fahrzeug passt, muss eben drauf. Oder irgendwie dran. Im Internet gibt es jede Menge Bilder kurioser und abenteuerlicher Lösungen zu bestaunen, wie man ein GefĂ€hrt beladen, und oft auch ĂŒberladen kann. In manchen LĂ€ndern scheint dies aber niemanden zu interessieren. Hierzulande sieht es anders aus. Und das ist auch gut so. Doch auch wenn es fĂŒr die Extraportion Platz beispielsweise Dachboxen gibt, ist lĂ€ngst nicht alles in Butter. Das belegen Feldstudien und Crashtests des Deutschen Instituts fĂŒr QualitĂ€tsförderung e. V. (DIQ). Bei seinem 3. Symposium unter dem Motto „Sicheres Befördern auf unseren Straßen“ ging das Institut konkret auf die von den Dachboxen ausgehenden Gefahren ein.

Ein entscheidender Faktor fĂŒr den sicheren Transport in einer Dachbox ist die Zuladung. Sie ist fĂŒr den jeweiligen Typ klar definiert. Die vom DIQ vor allem an RaststĂ€tten und auf AutobahnparkplĂ€tzen durchgefĂŒhrte Feldstudie zeigt, dass bei diesem Punkt sehr oft geschludert wird. Nach dem Motto „passt schon“ wird hineingestopft, was das Zeug hĂ€lt. Nicht selten wurden auch die Beladungshinweise, die in der Regel mitgeliefert werden, konsequent ignoriert. Dabei ist die wichtigste Regel eigentlich ganz einfach: leichte Sachen aufs Dach, schwere Kaliber in den Kofferraum.

Der hohe Schwerpunkt der Box hat natĂŒrlich EinflĂŒsse auf das Fahrverhalten. Jedes Fahrzeug hat eine erlaubte Dachlast, die auf keinen Fall ĂŒberschritten werden sollte. Eine Crashtestreihe hat die möglichen Probleme bei der Verwendung von Dachboxen aufgezeigt. Dabei offenbarte sich, dass sehr gĂŒnstige Artikel aus dem Zubehördiscount nicht unbedingt die beste Wahl sind. Bei dem mit einer solchen Box durchgefĂŒhrten Crash (bei simulierten 30 km/h) wurde das BehĂ€ltnis durch die umherfliegende Beladung im Frontbereich beschĂ€digt. Die Box öffnete sich und verlor Ladung. Im Straßenverkehr kann das fatale Folgen haben. Die qualitativ hochwertigeren Boxen zeigten wesentlich mehr StabilitĂ€t. Es gab zwar leichte Verformungen, etwa an den Befestigungspunkten zum Fahrzeug, eine echte GefĂ€hrdung bestand jedoch nicht. Auch Ă€ltere, aber hochwertige Boxen behielten ihre Form und damit auch ihre Ladung.

Wer sich eine Dachbox zulegen möchte, sollte einige Punkte beachten. Wichtig ist vor allem, dass in der Box selbst Befestigungen zum Verzurren der Ladung vorhanden sind. TrennwĂ€nde und Anti-Rutschmatten sind ebenso sinnvoll. Denn je weniger „Spiel“ die Ladung hat, desto geringer ist ihre Bewegung und Kraft im Falle einer starken Verzögerung. VerstĂ€rkungen an den Krafteinleitungspunkten, also dort wo die Box mit der Halterung und somit mit dem Fahrzeug verbunden ist, sollten ebenfalls vorhanden sein. Bei der Verriegelung muss man deutlich sehen, dass sie korrekt erfolgt ist, etwa durch ein am Verschluss erscheinendes Farbsymbol.

Auf den Zustand der Dachbox hat auch die Lagerung Einfluss. Starkes Sonnenlicht oder eine feuchte Umgebung können die Eigenschaften negativ beeinflussen. Das Material kann seine Festigkeit verlieren und somit bei einem Crash brechen. Beladungshinweise sollten direkt an der Box angebracht werden, ebenso Hinweise fĂŒr die Montage am Fahrzeugdach.

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