Hotel Vierjahreszeiten – mit der richtigen Fahrzeugheizung wird Camping zum Ganzjahresvergnügen.

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Standheizung - Campen zu jeder Jahreszeit (Quelle: Eberspächer)Das eine festinstallierte Heizung im Reisemobil ihre Berechtigung hat ist unumstritten und das diese meist unter erschwerten Bedingungen arbeiten muss, stellt die Hersteller vor große Herausforderungen und die Camper vor die Qual der Wahl. Was heizt besser: Luft- oder Wasserheizung?

Höchst wahrscheinlich hat auch Sie die (Winter-)Wetterlage während der Osterferien davon abgehalten mit dem Reisemobil die ersten Saisonkilometer zu fahren, weil Sie auf den heimischen Heizkomfort nicht verzichten möchten und der Wohnmobilheizung nicht all zu viel zutrauen. Ihre Sorge sollte nach der Wahl des richtigen Heizungssystems allerdings unbegründet sein.

Im Prinzip gibt es zwei Heizsysteme, die sich auf dem Wohnmobilmarkt durchgesetzt haben. Die Warmwasserheizung und die Luftheizung – idealer Weise werden beide mit Dieselkraftstoff betrieben, so dass die Flexibilität eines Reisemobils optimal genutzt werden kann. Der Standheizungsexperte Eberspächer zum Beispiel setzt bei seinen Systemen voll und ganz auf Diesel, um den Energiebedarf beim Campen im Reisemobil komplett über den bereits vorhandenen Kraftstofftank zu decken und, um nicht von begrenzten Gasvorräten abhängig zu sein. Darüber hinaus sind moderne Dieselheizungen außerordentlich sparsam im Verbrauch und mittels Dieselfilter sehr umweltfreundlich. Eberspächer rüstet seine Airtronic Luftheizungen mit dem eigenentwickelten „OxiKat“-Systemen aus, ein Dieselpartikelfilter für Standheizungen, zur Reduktion von Abgasen bis an die Nachweisgrenze, Geruchs- und Lärmbelästigung.

Warmwasserheziung Wohnmobil (Quelle: Eberspächer)

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Die Warmwasserheizung arbeitet ähnlich wie eine herkömmliche Zentralheizung zu Hause. Das Wasser im Heizungskreislauf wird durch einen Brenner erhitzt und mittels Pumpe auf die Heizkörper verteilt, die dann die Wärme an die Umgebungsluft im Raum abgeben.

System Nummer Zwei ist gerade in den Einsteiger- und Mittelklasse-Fahrzeugen werksseitig häufiger verbreitet. Bei der Warmluftheizung wird, ähnlich wie bei einem Fön, die Raumluft mittels Gebläse auf ein Heizelement transportiert, woran sich die Luft erwärmt und dann über Kanäle in den zu beheizenden Raum gezielt weitergeleitet wird.

Lufheizung Wohnmobil (Quelle: Eberspächer)

Sicher denken sie jetzt Luft als Wärmeenergieträger? Die kühlt doch viel zu schnell wieder ab! Und genau da sind wir beim Vergleich der beiden Systeme – denn jedes hat seine Vor- und Nachteile.

Luft lässt sich wesentlich schneller erwärmen als Wasser und somit hat die Luftheizung in Puncto Aufheizzeit die Nase vorn. Bis die komplette Raumluft jedoch gleichmäßig erwärmt ist vergeht aber auch einige Zeit. Ist der Wasserkreislauf der Warmwasserheizung allerdings erst einmal auf Betriebstemperatur, geben die Heizkörper für einen längeren Zeitraum konstante Wärme ab, was subjektiv das angenehmere Klima schafft. Prinzipiell kann man aber festhalten: für schnelles und kurzzeitiges Aufheizeneizen des Reisemobils eignet sich eine Luftheizung bestens. Ein angenehmeres Klima bei langem und beständigen Heizen schafft allerdings nur die Wasserheizung. Beide Systeme Zudem bietet dieses System die Möglichkeiten einer Fussbodeninstallation, der Brenner kann oftmals zeitgesteuert gestartet werden und eine Nachtabsenkung, analog zu Gebäudeheizungen, ist meist sogar serienmäßig programmierbar.

Wasserheizung - Standheziung im Reisemobil (Quelle: Eberpächer) Luftheizung im Wohnmobil (Quelle: Eberspächer)

Unser Tipp für Wasserheizer: Die leistungsstarken Hydronic-Modelle von Eberspächer sorgen nicht nur für wohlig warme Räume. Parallel heizen sie sogar das Brauchwasser auf. Nach einer kühlen Nacht im Outback muss morgens also nicht kalt geduscht werden.

P.S. Die Eberspächer Hydronic eignet sich ideal für den Einbau im Motorraum, das spart Platz im Wohnbereich und gleichzeitig kann auch noch der Motor vorgewärmt werden.

 

Tipps zum richtigen Heizen im Wohnmobil

Prinzipiell gilt: was sich Zuhause bewährt, klappt auch im Wohnmobil, daher:

  • Vorausschauend heizen! Das hält vor allem die Kosten im Rahmen und Wärme wird nur dann produziert, wenn sie wirklich gebraucht wird.
  • Nicht isolierte Zonen im Reisemobil ausfindig machen und selber nachbessern. Zum Beispiel den Fahrerhaus-Fußraum innen zusätzlich mit Matten oder Teppich auslegen und vor allem die Windschutzscheibe mit geeigneten Isomatten gegen Kälteabstrahlung sichern.
  • Regelmäßig die Lüftungsrohre der Luftheizung auf Beschädigungen kontrollieren und gegebenenfalls tauschen. Sind Brüche oder Risse vorhanden kommt die erwärmte Luft oftmals nicht mehr da an wo sie ankommen soll.
  • Warmwasserheizkörper (Konvektoren) regelmäßig entlüften. Sammelt sich Luft in den Heizkörpern kommt der Wasserdurchfluss und somit Wärmetransport ins Stocken. „Zieht“ die Heizung auffällig viel Luft ist eine generelle Überprüfung des Systems in einer Werkstatt ratsam.
  • Die Hydronic von Eberspächer eignet sich nicht nur zur Beheizung des Wohnbereichs, sondern auch zur Erwärmung der Fahrerkabine und Brauchwassererwärmung. Dank Dieselbetrieb sparsam, umweltfreundlich und versorgungssicher.

 

2 KOMMENTARE

  1. Leider muß ich Sie korrigieren. Wasser hat einen um den Faktor 20 höheren Wärmeleitungskoeffizienten als Luft. D.h. wir 20 Mal schneller warm.
    Eine Heißluftheizung erwärmt nur wegen der extrem hohen Temperatur der Heizspirale die Luft schneller. Merke: Luft ist ein sehr guter Isolator!

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