Gebrauchten Wohnwagen kaufen – Umbauten hindern Ersatz für arglistig verschwiegene Wohnwagenmängel nicht

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Verbraucherrecht: Umbauten hindern Ersatz für arglistig verschwiegene Wohnwagenmängel nicht. Foto: Wohnmobilforum.de/ dpp-AutoReporterBeim Kauf eines gebrauchten Wohnwagens oder Reisemobil ist es nicht anders als beim Hauskauf. Oftmals trügt der äussere Schein über gravierende Mängel an der Bausubstanz hinweg. So erging es auch einem Wohnwagen-Käufer, der erst während der Umbaumaßnahmen an seinem gebrauchten Caravan erhebliche Mängel am Dach feststellte. Vor Gericht wurde nun zu seinen Gunsten entschieden, der Richter argumentiert so: Hat ein Wohnwagenbesitzer sein Fahrzeug einem Interessenten verkauft, ohne ihn darüber zu informieren, dass vor allem im Deckenbereich erhebliche Schäden durch eingetretene Feuchtigkeit vorhanden sind, so kann der Käufer, der diese Mängel erst feststellt, nachdem er bereits einige Umbauten vorgenommen hatte, sein Geld gegen Rückgabe des Fahrzeugs zurückverlangen.

Das Gericht geht sogar noch einen Schritt weiter und gewährt die Forderung zuzüglich der unnütz aufgewandten Kosten für die Umbauarbeiten, einschließlich Winterreifen. Dem Verkäufer kann in diesem Fall Arglist unterstellt werden, da er großflächig Abdeckungen im Innenraum angebracht hatte, um die – teils bereits angefaulten – Holzteile zu überdecken. (OLG München, 3 U 297/11)

 

 

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