1×1 der Wohnmobilreifen – Reinforced, Commercial, DOT & Co.

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Der Sommer hat bereits heftig an die CampertĂĽr geklopft und viele Reisemobile werden in diesem Jahr besonders frĂĽh auf Reisen gehen. Doch vor der ersten Fahrt in die Saison sollten Caravaning-Freunde ihr Wohnmobil auf Vordermann bringen, um auf der Reise keine böse Ăśberraschung zu erleben. Wie bei allen Kraftfahrzeugen dĂĽrfen auch Campinmobile keine HU-relevanten Mängel, etwa an den Bremsen, der Lichtanlage und im besonderen Fall an der Gasanlage aufweisen. Gerne vernachlässigt werden beim FrĂĽhjahrscheck die Wohnmobilreifen. Laut PrĂĽforganisation KĂśS gelten fĂĽr diese sogar spezielle Vorschriften und Nutzungsregeln. Wir geben eine kleine Kunde im 1×1 der Reisemobilbereifung.

Der erste Blick gilt dem Reifenprofil. Ein Restprofil von 1,6 Millimeter ist gesetzlich vorgeschrieben. Da bei derart geringem Profil die Wasserverdrängung jedoch schon starkt abnimmt sind mindestens drei Millimeter empfehlenswert. Zum Messen der Profiltiefe dienen spezielle oder aber auch herkömmliche Messschieber, wahlweise genügt auch eine 2-Euro-Münze. Steckt man diese zwischen die Profilblöcke, so sollte der silberne Aussenrand des Geldstücks im Profil verschwinden.

Check No. 2 – das Reifenalter: Das Alter eines jeden Fahrzeugreifens erkennt man an der DOT-Nummer an der Reifenflanke, die das Datum der Herstellung angibt. Der vierstellige Code lässt sich leicht entziffern. Die ersten beiden Ziffern stehen fĂĽr die Kalenderwoche, die letzten beiden fĂĽr das Jahr. Bei Pkw gibt es keine gergelte Altersgrenze, hier wird nach Zustand bewertet, jedoch raten die Hersteller aufgrund des Alterungsprozesses des Gummis zu einer Nutzung fĂĽr ca. 5 Jahre. Bei Wohnanhängern, die eine Geschwindigkeitsfreigabe bis 100 km/h besitzen, ist das alter gesetzlich geregelt – Caravanreifen dĂĽrfen generell nicht älter als sechs Jahre sein. Unser Schaubild zeigt einen sehr alten Reifen aus der Kalenderwoche 10 des Jahres 2001.

Neue Reifen fĂĽrs Wohnmobil – welcher ist der Richtige? Eine Besonderheit bei Reisemobilreifen sind die speziellen, verstärkten Reifen. Hier gibt es zwei Arten, die wegen ihres unterschiedlichen Aufbaus mit verschiedenem Luftdruck gefahren werden. Welcher Reifentyp verwendet werden darf, steht in den Fahrzeugpapieren. Generell gilt: stets rundum den gleichen Reifentyp aufziehen lassen, Marke und Modell kann jedoch achsweise unterschiedlich sein. Wohnmobilreifen No. 1 – der sogenannte „Reinforced“-Reifen. Reinforced-Reifen haben eine Verstärkung an der Seitenflanke und sind auf höhere Lasten ausgelegt. Der empfohlene Reifendruck liegt bei diesen Reifen zwischen 2,5 bar und 3,5 bar, je nach Beladung und Herstellerangabe. Wohnmobilreifen No. 2 – der „Commercial“-Reifen. UrsprĂĽnglich waren sie fĂĽr Nutzfahrzeuge konzipiert, kommen aber aufgrund ihrer verstärkten Lauffläche immer häufiger auch bei Reisemobilen zum Einsatz. Zudem weisen sie eine härtere Gummimischung auf und sind somit auf eine hohe Haltbarkeit ausgelegt. Der härtere Commercial-Reifen empfiehlt sich besonders fĂĽr Touren in sehr warme Regionen. Im Vergleich zum Reinforced sollte der Reifendruck jedoch höher sein, Experten raten zu 3,5 bar bis 4,5 bar, je nach Fahrzeuggewicht und Herstellerempfehlung.

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