Helm auf zum Auslandsurlaub? Was Radler wissen sollten.

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Helmpflicht fĂŒr Fahrradfahrer in Europa (Quelle: ACE)Pro und Kontra Helmpflicht – was hierzulande noch heiß diskutiert wird und selbst höchste Gerichte in Atem hĂ€lt, ist andernorts lĂ€ngst entschieden. Auf dem europĂ€ischen Kontinent gibt es eine generelle Helmpflicht fĂŒr Radfahrer derzeit nur in Finnland, teilt der ACE (Auto Club Europa) in Stuttgart mit.
Ob der Grund dafĂŒr an der im hohen Norden ĂŒberdurchschnittlich hohen Elch- und Rentierpopulation liegt oder an der verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig geringen Zahl von Radfahrern, dazu wollte sich der ACE nicht Ă€ußern. Der Club rĂ€t aber, sich jedenfalls mit den unterschiedlichen nationalen Helm- und Warnwestenregeln vor Urlaubsantritt vertraut zu machen.

Die Slowakei und Spanien schreiben das Tragen eines Helmes außerhalb geschlossener Ortschaften vor. FĂŒr Spanien gilt laut ACE jedoch die EinschrĂ€nkung, dass die Helmpflicht an langen Steigungen oder bei hohen Temperaturen aufgehoben ist. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind in Litauen und Tschechien zum Tragen eines Helmes verpflichtet. In Estland und Kroatien mĂŒssen Kinder unter 16 Jahren einen Helm aufsetzen, in Island, Schweden, der Slowakei und Slowenien liegt die Altersgrenze bei 15 Jahren.

Österreich schreibt den Helm fĂŒr Kinder unter 12 Jahren vor. In den meisten LĂ€ndern findet keine Ahndung statt, in Kroatien (40 Euro), Schweden (etwa 55 Euro) und Spanien (90 Euro) werden allerdings Bußgelder erhoben, wenn Radfahrer ohne Helm unterwegs sind.

Fahrradhelmpflicht in Europa (Quelle: ACE)Wer nachts oder bei schlechten SichtverhĂ€ltnissen außerhalb geschlossener Ortschaften mit dem Rad unterwegs ist, sollte auch an die in einigen Staaten vorgeschriebene Warnweste denken. In Frankreich, Italien, Litauen, Malta, der Slowakei, Spanien und Ungarn ist unter gewissen UmstĂ€nden das Tragen reflektierender Bekleidung oder einer retroreflektierenden Warnweste vorgeschrieben, in Estland muss auch das Rad mit Reflektoren ausgestattet sein.

Eine Pflicht zur Benutzung vorhandener Radwege besteht in DÀnemark, den Niederlanden und der Schweiz. Zudem ist in manchen LÀndern der Transport von Kindern in einem FahrradanhÀnger verboten.

Ob auf dem FahrradtrĂ€ger am Auto oder in der Heckgarage eines Reisemobils – wer sein Rad gut verzurrt, kommt sicher ans Ziel. Italien und Spanien schreiben bei Fahrradtransporten auf einem HecktrĂ€ger vor, die herausragende Ladung durch entsprechende Warntafeln kenntlich zu machen.

ZusĂ€tzlich zu den HaltebĂŒgeln des FahrradtrĂ€gers sollte allerdings jedes Rad separat mit einem stabilen Spanngurt am TrĂ€ger gesichert werden, empfiehlt der ACE. Ein zusĂ€tzliches Schloss schĂŒtzt vor Diebstahl. Werden mehrere RĂ€der transportiert, darf das Gewicht die zulĂ€ssige Höchstlast des TrĂ€gers nicht ĂŒberschreiten. Bei HecktrĂ€gern muss zudem die StĂŒtzlast der AnhĂ€ngekupplung beachtet werden. Dies gilt besonders fĂŒr die Mitnahme von Pedelecs, die ein höheres Eigengewicht als konventionelle RĂ€der aufweisen.

Fahrradkörbe und Seitentaschen, aber auch lose Anbauteile wie Luftpumpen sollten vor dem Transport entfernt werden. FĂŒr den Transport von Pedelecs gilt, den Akku sowie den Bordcomputer abzunehmen und im Wageninneren zu deponieren.

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