Packtipps: Caravan und Wohnmobil richtig beladen.

0

Beladen eines Reisemobils (Quelle: GTÜ)Damit der Caravan oder das Reisemobil bei der Urlaubsfahrt nicht ins Wanken kommt, beim Beladen den Schwerpunkt so tief wie möglich halten. Schwere GegenstĂ€nde in BodennĂ€he im Bereich der Achsen deponieren. Auf gleichmĂ€ĂŸige Gewichtsverteilung auf der linken und rechten Seite achten, raten die Sicherheitsexperten der GTÜ. Idealerweise rutschfeste Unterlagen und Zurrseile zur Ladungssicherung und als Schutz vor unerwĂŒnschtem Pendeln oder gar Wegbrechen des Fahrzeugs verwenden. Keinesfalls sollte man im Heck schwer beladen, weil dadurch bei frontgetriebenen Fahrzeugen die Vorderachse entlastet und die Traktion verschlechtert bzw. bei AnhĂ€ngern die StĂŒtzlast beeinflusst wird. Leichtes GepĂ€ck darf auch weiter oben, beispielsweise in HochschrĂ€nken, verstaut werden. Noch weiter oben, nĂ€mlich beim DachgepĂ€ck muss unbedingt auf sichere Befestigung und die neue Fahrzeughöhe geachtet werden.

Fahren mit GefĂŒhl

Wegen des hohen Schwerpunktes sollte man lieber etwas langsamer in die Kurven gehen und grundsĂ€tzlich weiche Spur- und Richtungswechsel vornehmen, um InstabilitĂ€ten, Wank- oder gar Kippneigungen zu unterdrĂŒcken, empfehlen die GTÜ-Experten. Mehr noch als beim Pkw ist auf Seitenwind zu achten – vor allem auf BrĂŒcken und beim Überholen von Lkw, da unerwartet einsetzende Seitenwinde Caravans und Reisemobile stĂ€rker versetzen. Also stets auf solche RĂŒttler gefasst sein und wenn nötig gegenlenken. Bis das richtige Fahrverhalten „in Fleisch und Blut“ ĂŒbergeht, sind einige Erfahrungen und Übungen nötig. Hierzu bieten neben den Automobilclubs auch die Caravan- und Reisemobilhersteller regelmĂ€ĂŸig Fahrsicherheitstrainings an.

Aufs richtige Tempo achten

Moderne Caravan-Kombinationen dĂŒrfen auf Autobahnen und Schnellstraßen mit getrennten Fahrbahnen mit 100 km/h unterwegs sein. FĂŒr Ă€ltere Gespanne gilt in der Regel ein Tempolimit von 80 km/h. Um in den Tempo-100-Genuss zu kommen, sind auch alte Caravans der Baujahre vor 1990 entsprechend nachrĂŒstbar. Mit amtlich anerkannter BestĂ€tigung – beispielsweise von der GTÜ – gibt es dann von der Straßenverkehrsbehörde eine offizielle Bescheinigung, die nur fĂŒr den betreffenden AnhĂ€nger gilt und mit den Kfz-Papieren mitzufĂŒhren ist – ebenso wie eine Tempo-100-Plakette, die am Heck des Caravans angebracht werden muss. Reisemobile bis 3,5 t dĂŒrfen außerorts 100 km/h fahren, auf Autobahnen lautet die Richtgeschwindigkeit 130 km/h. Reisemobile ĂŒber 3,5 t sind außerorts auf Tempo 80 und auf Autobahnen auf Tempo 100 beschrĂ€nkt.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

*