Backpacker (Guide): Ich packe meinen Rucksack und nehme mit…

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Also gut, heute lassen wir das Wohnmobil mal stehen und gehen zur Abwechslung nur mit einem Rucksack auf die Reise. Backpacking nennt sich das ganze und ist f√ľr viele der Inbegriff von Freiheit, Authentizit√§t und Abenteuer. Ich stimme an dieser Stelle einfach mal zu, denn ich selbst bin seit Jahren begeisterte Backpackerin.

Die ersten Erfahrungen als Backpacker sammelte ich als angehende Studentin. Und das eigentlich nur aufgrund meines knappen Reisebudgets. Nach der ersten Woche war ich √ľberzeugt und seither ist Backpacking f√ľr mich die perfekte Art zu reisen.

Backpacker

Pauschalreisen, All Inclusive Clubs und √ľberf√ľllte Hotelstr√§nde waren noch nie mein Ding. Klar, manche brauchen diese gewisse Struktur, die eine feste Buchung mit sich bringt. Ich aber brauche die Freiheit! Ich mag es, nicht zu wissen, wo ich n√§chste Woche sein werde und was morgen so passiert. Wenn es mir an einem Ort gef√§llt, dann bleibe ich etwas l√§nger, wenn nicht, ziehe ich eben sofort wieder weiter‚Ķ. Ich liebe die Spontanit√§t. Und wenn ich die letzten Jahre eines gelernt habe, dann, dass all zu viele Pl√§ne nichts bringen. Es kommt sowieso anders, als man denkt! Und warum auf Reisen gehen, wenn man dann genauso lebt wie zuhause?

Auf meinen Touren durch die unterschiedlichsten L√§nder, habe ich in den letzten Jahren viele spannende Kulturen und Menschen kennengelernt. Diese Erfahrungen m√∂chte ich auf gar keinen Fall missen. Auf √ľberm√§√üigen Luxus muss man bei dieser Art zu reisen nat√ľrlich oftmals verzichten. Aber mit den richtigen Dingen im Gep√§ck, kann man es sich dann doch recht komfortabel machen.

Kleiner Packing Guide f√ľr Backpacker und solche, die es werden wollen

Das Wichtigste, das ist ganz klar, ist das richtige Gep√§ck, denn ihr werdet es f√ľr lange Zeit mit euch herumschleppen. W√§hlt also einen Rucksack, der bequem zu tragen und im Idealfall exakt an euren R√ľcken anzupassen ist. Super wichtig: Ein relativ geringes Eigengewicht! Selbst wenn man sich auf ein Minimum beschr√§nkt, kommen da bei einer l√§ngeren Reise einige Kilos an Gep√§ck zusammen. Achtet auch unbedingt auf mehrere separate F√§cher und Au√üentaschen. So m√ľsst ihr nicht immer das gesamte Gep√§ck durchw√ľhlen, wenn ihr nach etwas Bestimmtem (Reisepass, Zahnb√ľrste, Kopfschmerztabletten‚Ķetc‚Ķ.) sucht.

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Ich pers√∂nlich nutze f√ľr meine Reisen den Youkon Trekking Rucksack von McKinley. Ein sicherlich sehr hilfreicher Aspekt: der Rucksack kann von 60 l auf 70 l erweitert werden. Kleiner Tipp am Rande: Versucht trotzdem erst einmal nur die 60 l zu bef√ľllen, dann habt ihr sp√§ter noch genug Platz f√ľr Proviant und Souvenirs. Man wei√ü ja nie, was man unterwegs so alles findet‚Ķ

Ich packe meinen Rucksack und nehme mit…

Damit w√§ren wir auch schon beim n√§chsten Punkt: Welche Kleidung sollte man auf jeden Fall dabei haben? Mir pers√∂nlich fiel es am Anfang sehr schwer, mich auf die wesentlichen Dinge zu beschr√§nken. Das ging mir ja oft schon bei ‚Äěnormalen‚Äú Urlauben so, und viele (M√§dels!) kennen dieses Problem sicherlich auch. Deshalb geh√∂rt einiges an Erfahrung dazu, genau zu wissen, welche Kleidung wirklich Sinn macht und was man getrost mal f√ľr ein paar Wochen im Schrank lassen kann.

Immer dabei habe ich ein Paar Jeans und mehrere T-Shirts mit unterschiedlichen √Ąrmell√§ngen. Hierbei w√§hle ich die kurz√§rmeligen Shirts eher eng und die lang√§rmeligen etwas weiter, damit man bei Bedarf eine Art Lagenlook tragen kann.

Sollte es doch mal k√§lter werden, und ja, selbst in tropischen Gebieten wird es nachts oft kalt oder es regnet (‚Ķund davon wurde schon so mancher Traveler √ľberrascht oder ‚Äěkalt erwischt‚Äú), habe ich zus√§tzlich immer noch eine leichte Regenjacke mit Kapuze und eine atmungsaktive Fleece-Jacke¬†im Gep√§ck. F√ľr l√§ngere Touren zu Fu√ü hat sich auch eine wasserabweisende Hose aus leichtem Stoff¬†bew√§hrt.

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Aus Erfahrung habe ich gelernt: Schuhe braucht man eigentlich nur zwei Paar. Ein Paar bequeme, offene Schuhe f√ľr hei√üe Tage und ein Paar feste Schuhe – am besten nat√ľrlich Trekkingschuhe – f√ľr l√§ngere Strecken zur Fu√ü. Mehr w√ľrde ich auf keinen Fall mitnehmen, auch wenn es schwer f√§llt. Denn Schuhe haben ja ordentlich Gewicht. Und nach ein paar Tagen mit Rucksack auf dem R√ľcken, ist man froh um jedes Gramm, das man nicht schleppen muss.

Auch wenn ihr geplant habt, die meiste Zeit in Hostels zu schlafen, darf eine vern√ľnftige, praktische Grundausr√ľstung auf keinen Fall fehlen. Denn oft kommt es auf solchen Reisen anders als geplant. Und das ist ja auch gerade das Spannende daran. In manchen Gegenden f√§hrt nur alle 12 Stunden ein Bus. Und dann oftmals weder p√ľnktlich, noch bis ganz zum eigentlichen Ziel.

Folgende Dinge solltet ihr immer mit dabei haben: Ein multifunktionales Taschenmesser (besonders Dosen√∂ffner und Korkenzieher haben sich auf meinen Reisen stets positiv bew√§hrt), Insektenschutz, eine Sch√ľssel und Essbesteck, ein Handtuch, eine Taschenlampe (zumindest f√ľr diejenigen unter euch, die daf√ľr nicht schon l√§ngst eine App nutzen), eine leichte, robuste Trinkflasche, Streichh√∂lzer, ein kleines W√∂rterbuch, eine zus√§tzliche Tasche f√ľr Ausfl√ľge, sowie die wichtigsten Toilettenartikel und eine kleine Reiseapotheke f√ľr Notf√§lle.

Auch einen Schlafsack w√ľrde ich jedem Backpacker dringend empfehlen. Denn selbst in Hostels tummelt sich manchmal so einiges unter den Matratzen. Auch hier gilt wieder: Achtet darauf, dass euer Schlafsack sch√∂n leicht ist. Gut geeignet ist ein Sommerschlafsack, der aber gleichzeitig vor K√§lte sch√ľtzt. So seid ihr optimal f√ľr jede Wettersituation ger√ľstet. Ein gutes Beispiel ist der ¬†Mumien-Schlafsack ‚ÄěX-Treme Light 600II‚Äú von McKinley.¬†Dieser Sommerschlafsack ist, wie der Name schon sagt, extrem leicht (nur 600g Gewicht) und h√§lt auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sch√∂n warm.

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Nat√ľrlich ist das jetzt nur eine minimale Grundausr√ľstung, die je nach eigenem Belieben erweitert werden kann. So w√ľrde ich es zum Beispiel nie √ľbers Herz bringen, trotz unber√ľhrter Natur, auf meinen MP3 Player zu verzichten, und auch Ohropax reist mittlerweile immer mit.

Mir ist klar, dass nicht jedem diese Art zu reisen zusagt (manche brauchen auch das Luxushotel und sollen es auch haben). Ich f√ľr meinen Teil kann es aber nur empfehlen. Und vielleicht hat ja doch jemand Lust bekommen, das Wohnmobil mal gegen einen Rucksack einzutauschen.

2 KOMMENTARE

  1. Der Artikel spricht mir echt aus der Seele. Hab letztes Jahr eine Backpacker-Tour durch Neuseeland gemacht, war super sch√∂n. Das Gef√ľhl von Unabh√§ngigkeit und Freiheit ist echt unbezahlbar, da nimmt man so manche Strapaze gern in Kauf. Auf dem Weg zum Wanaka-See hat uns ein Platzregen erwischt, wir waren bis auf die Unterw√§sche nass, aber that`s life. F√ľr die n√§chsten Touren steht ein Regencape ganz oben auf der Liste ūüėČ

  2. Beim Lesen dieses Beitrags kriegt man ja richtig Lust, selbst mal wieder mit dem Rucksack loszuziehen, auch wenn meine Studienzeit schon einige J√§hrchen zur√ľckliegt! Ich denke, mit den heutigen Ausr√ľstungsm√∂glichkeiten ist jetzt so manches auch komfortabler und leichter zu bew√§ltigen. Aber bereuen wird es nach wie vor sicherlich niemand, der je als Backpacker unterwegs war!!!!

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