Dethleffs: Neue Konzepte für neue Käufer

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Der Dethleffs Advantage T6601 ist das beste teilintegrierte Wohnmobil 2015. (Quelle: Dethleffs/dpp-AutoReporter)Mit neuen Fahrzeugen und zusätzlichen Dienstleistungs-Angeboten wie einer hauseigenen Vermietfirma versucht Dethleffs, Einsteiger zur Freizeitform Caravaning zu bringen. Mit Erfolg, wie Geschäftsführer Dominic Suter auf der Caravan- und Touristikmesse CMT betonte: „Wir haben am Wachstum des Reisemobilmarktes überdurchschnittlich profitiert.“

Ein Grund für diesen Erfolg ist laut Suter die Vermietfirma McRent: „Wir wissen, dass unsere Neukäufer meist zwei bis drei Mal gemietet haben, bevor sie sich entschlossen, ein eigenes Reisemobil zu kaufen.“ McRent betreibt 58 Vermietstationen in 13 Ländern, wo rund 1 300 Vermietfahrzeuge auf neue Kundschaft warten. Die Allgäuer haben in der Mehrzahl Reisemobile im Programm, die bis 3,5 Tonnen wiegen und damit mit dem Pkw-Führerschein Klasse B bewegt werden dürfen. Für Einsteiger stehen mit den Modellreihen Evan und Globebus besonders kompakte Fahrzeuge zur Verfügung, die den Umstieg vom Pkw erleichtern sollen.

Was bei Reisemobilen erfolgreich ist, kann auch beim Caravan nicht ganz verkehrt sein, weshalb Dethleffs vergangenen Sommer die neue Einsteigerbaureihe c’go – also den Caravan to go – auf Kiel legte, die auf der CMT weiteren Zuwachs bekam. Neu ist der 430 QS ab 12.800 Euro mit Doppelbett im Bug und einer Sitzgruppe im Heck, die bei Bedarf zu einem weiteren Bett umgebaut werden kann. Das geradlinige Design mit bunten Polstern als Farbtupfer kommt bei der Kundschaft an. „Etwa ein Drittel der c’go-Käufer sind Einsteiger“, weiß Suter.

C'GO  430 QS (Foto: Dethleffs)Wer junge Kundschaft sucht, muss auch im Internet aktiv sein. Aus diesem Grund wurde das Portal www.freeontour.com gegründet, bei dem Dethleffs ebenso mitmischt wie die weiteren Marken der Erwin-Hymer-Gruppe. Suter bezeichnet freeontour als das facebook für Caravaner, wo nicht nur für Produkte geworben wird, sondern die Caravaner untereinander Erfahrungen austauschen können.

Bei allem Buhlen um neue Käufer darf die Stammkundschaft nicht vernachlässigt werden, weshalb Dethleffs seinen Bestseller, das Mittelklasse-Mobil Advantage, „quasi neu erfunden hat“, wie Pressesprecher Helge Vester in Stuttgart sagte. Die Karosserie wurde modernisiert und auch innen bekam das Brot-und-Butter-Auto von Dethleffs dank anderer Hölzer ein frischeres Erscheinungsbild. Den Advantage gibt es in sechs Grundrissvarianten, die jeweils als Intergrierter oder Teilintegrierter zu haben sind. Der Einstiegspreis beträgt 52.000 Euro.

Dass ein Hersteller aus dem Allgäu wintertaugliche Fahrzeuge baut, in denen sich auch ein gemütlicher Skiurlaub verleben lässt, liegt nahe. Dethleffs hat es nun schwarz auf weiß. In einer Kältekammer in Schweden ließen die Allgäuer ihren Oberklasse-Caravan Beduin mit Winterpaket und Warmwasser-Heizung testen und erhielten hervorragende Resultate. Innerhalb von 2,5 Stunden war der Innenraum des Beduin von minus 15 auf plus 20 Grad aufgeheizt. Die Norm begnügt sich mit vier Stunden. Und selbst als die Temperatur in der Kammer auf minus 30 Grad gesenkt wurde, blieb es im Caravan mollig warm. Auch wenn in unseren Breiten diese Temperaturen wohl eher selten auftreten, ist es für Winter-Caravaner sicher gut zu wissen, dass der Wohnwagen gut gerüstet ist.

Martin Häußermann/mid (vm/mid)

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