Neues Hymer-Projekt „Lady Camper!“

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HYMERCAR Lady Camper, HYMERCAR von Frauen fĂŒr Frauen, HYMERCAR Freizeitfahrzeuge (Quelle: Hymer)Ein ungewöhnliches Projekt begann Ende vergangenen Jahres bei HYMER. Ein Dutzend junger Frauen, die bei Caravan- und Reisemobil-Hersteller aus Bad Waldsee ihre Ausbildung absolvieren, entwickeln seither völlig eigenstĂ€ndig ein Reisemobil: Den „Lady Camper“.

Zwölf junge Frauen sammeln in dem Azubi-Projekt Ideen und VerbesserungsvorschlĂ€ge. In einem HYMERCAR Cape Town auf Basis des Volkswagen T5 setzen sie ihre Ideen von der Planung bis zur Realisierung um. Die InitialzĂŒndung zu dem Projekt kam von Laura Blank, die bei HYMER ihre Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert. Sie sammelte ihre weiblichen Azubi-Kolleginnen um sich. Denn ihr war aufgefallen, dass bei der Konzeption und Ausstattung von Caravans und Reisemobilen ihrer Auffassung nach etwas zu wenig an den weiblichen Teil der Besatzung und dessen BedĂŒrfnisse gedacht wird. „Das kann man Ă€ndern“, dachten sich Laura Blank und ihre Kolleginnen in Bad Waldsee.

„Wir trafen uns dann öfter und sprachen darĂŒber, was uns als Frauen beim Campen und auf Reisen besonders wichtig ist. Bei den Treffen wurde natĂŒrlich auch besprochen, was aus unserer Sicht bei der Ausstattung der Fahrzeuge und ihrer Einrichtung verbessert werden könnte“, erzĂ€hlt die 22-jĂ€hrige. Es gab etliche VorschlĂ€ge, im Laufe der Zeit kam eine umfangreiche Ideen-Sammlung zusammen. Die jungen Frauen wĂŒnschen sich beispielsweise mehr Staumöglichkeiten fĂŒr Schuhe, Taschen, Schmuck und Kosmetik.

Die Ideen der Auszubildenden stießen auch bei Rainer Buck, GeschĂ€ftsbereichsleiter HYMERCAR, und Marcus Metzler, Produktmanager im GeschĂ€ftsbereich HYMERCAR, auf großes Interesse. Die beiden zeigten sich Ă€ußerst angetan vom Einsatz der weiblichen Azubis und positiv ĂŒberrascht von deren Ideen. Rainer Buck, Leiter des GeschĂ€ftsbereichs HYMERCAR: „Ich bin jetzt seit gut 25 Jahren im Hause, aber ein derartiges Engagement unserer Auszubildenden, und dann auch noch in diesem Umfang, das habe ich bisher noch nie erlebt“. Viel Herzblut und Know-How haben die jungen Frauen investiert. Aus ihrer Idee wurde dann ziemlich rasch ein echtes und höchst realitĂ€tsbezogenes Projekt. Denn Buck und Metzler schlugen vor, gemeinsam ein neues Modell zu entwickeln.

Zwölf junge Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren, die bei HYMER unterschiedlichste Ausbildungen – etwa als Produktdesignerin oder Industriekauffrau – absolvieren, sind an dem Projekt beteiligt. Mit dessen Leitung wurde Laura Blank betraut. Seit Ende 2014 nun arbeiten die jungen Frauen an einem HYMERCAR Cape Town auf Basis eines Volkswagen T5. Von der Ideenfindung bis zur Umsetzung der einzelnen Entwicklungsschritte liegen alle Arbeiten komplett in HĂ€nden der Auszubildenden. Rainer Buck und Marcus Metzler halten sich dezent im Hintergrund, stehen als Ansprechpartner jedoch jederzeit zur VerfĂŒgung.

Nicole Kibler, derzeit bei HYMER in der Ausbildung zur Industriekauffrau: „ZunĂ€chst haben wir uns mal das Ausgangsfahrzeug ganz genau angesehen“. Dabei blieb es jedoch nicht. Das Team unternahm auch Testfahrten mit dem Cape Town und konnte so im Praxis-Test Defizite aufspĂŒren und weitere Ideen fĂŒr das Projekt sammeln.

„Wir haben dann ĂŒberlegen mĂŒssen, welche VorschlĂ€ge sich in der Praxis umsetzen lassen. Dann bekam jede von uns ihre ganz speziellen Aufgaben, die an den jeweiligen Ausbildungsberuf angelehnt sind, zugewiesen“, so Nicole Kibler. Diese reichen von der Konstruktion per CAD bis zur Fertigung von Möbeln in der Schreinerei, von der Suche nach Lieferanten, dem Einholen von Angeboten ĂŒber die Kalkulation der Kosten bis zur Überwachung des Budgets und zur Organisation von Projekt-Meetings.

Anfang Februar 2015 soll der „Lady Camper“ fertig sein. Dann wird er im Rahmen der Ravensburger Bildungsmesse erstmals öffentlich prĂ€sentiert. Die Freude darĂŒber, ein Fahrzeug selbstĂ€ndig nach ihren WĂŒnschen umbauen zu können, ist bei allen Beteiligten groß. Durch das Projekt „Lady Camper“ bekommen sie einen guten Überblick ĂŒber die einzelnen Abteilungen im Unternehmen. Zudem lernen sie die AblĂ€ufe und Prozesse kennen, die fĂŒr die Konzeption und Fertigung eines Freizeit-Fahrzeugs der Premium-Klasse notwendig sind.

Die jungen Frauen haben auch bereits recht klare Vorstellungen davon, was sie mit ihrem „Lady Camper“ unternehmen wollen. Hoch im Kurs stehen beispielsweise Shopping-Touren und StĂ€dte-Trips in europĂ€ische GroßstĂ€dte. Bis dahin werden noch einige Monate vergehen. Aber bereits heute wird bei HYMERCAR diskutiert, welche Elemente des „Lady Campers“ kĂŒnftig in Serie ĂŒbernommen oder optional angeboten werden können.

 

 

(Hymer)

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