VW Caddy Beach – Die kompakte Strand-Camping-Karre.

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Mittlerweile gibt es den VW Caddy in der vierten Generation und sein Image hat sich mit den Jahren stark gewandelt. Weg vom verbeulten Handwerkerschlepper, hin zum stylischen Familienmobil. Grund genug auch die Reisemobil-Version von Volkswagens kleinstem Camper von „Tramper“ in „VW Caddy Beach“ umzubenennen. Zumal mit dem Namen Beach auch direkt mehr NĂ€he zu den großen Camping-BrĂŒdern der Multivan-Reihe VW California, „Coast“ und „Ocean“ hergestellt ist.

Volkswagen Caddy Beach - Zeltaufbau (Foto: ampnet/Stephan Lindloff)Trotz des neuen Namens mit deutlichen AnklĂ€ngen an Freizeit und Urlaub ist beim kompakten VW-Reisemobil beinahe alles wie beim VorgĂ€nger, dem Tramper, geblieben. Es ist ein Auto fĂŒr die Freizeit, fĂŒr den Wochenend-Trip zum Biken, Surfen oder Kiten, das so ganz nebenbei als vollwertiger FĂŒnfsitzer auch wunderbar fĂŒr den beruflichen oder privaten Einsatz im Alltag taugt. Viel Ă€ndern musste Volkswagen schon deswegen nicht; weil sich am Grundkonzept des Caddy nichts geĂ€ndert hat.

Volkswagen Caddy Beach - Bett aufklappen (Foto: ampnet/Stephan Lindloff)Alle Sitze umlegen, dann das Faltbett im Heck nach vorne ĂŒber die Sitze ausklappen, fertig ist die 200 x 110 Zentimeter große LiegeflĂ€che. FĂŒr einen alleine ist die LiegeflĂ€che durchaus fĂŒrstlich, zu zweit ist es hilfreich, wenn man sich nicht gĂ€nzlich unsympathisch ist. Praktisch: Die LiegeflĂ€che des Bettes dient obendrein als Abdeckung des Kofferraums.

Volkswagen Caddy Beach - Liegefläche (Foto: ampnet/Stephan Lindloff)Beim Caddy Tramper stellte ein an die Matratze genĂ€hter Vorhang die Verdunkelung dar, was einigen Kunden dann doch etwas zu höhlenartig anmutete. Beim VW Caddy Beach ĂŒbernehmen das jetzt seitliche VorhĂ€nge mit eingenĂ€hten Magneten, um die Insassen vor neugierigen Blicken zu schĂŒtzen. Die VorhĂ€nge haften an der Karosserie und sind mit einem Griff wieder abgenommen. FĂŒr die Frontscheibe gibt es eine Kapuzengardine, das Heckfenster verfĂŒgt ĂŒber ein Rollo.

Volkswagen Caddy Beach - Innenraum (Foto: ampnet/Stephan Lindloff)Rechts und links lassen sich seitlich im Heck Stofftaschen anclipsen. Sie nehmen Klamotten oder Waschzeug auf, lassen sich bequem Zuhause beladen und sorgen, im Wagen montiert, auch fĂŒr PrivatsphĂ€re im Heckbett.

VW Caddy Beach – Heckzelt statt Aufstelldach

Stehhöhe gibt es auch im neuen VW Caddy Beach nicht. Ein Aufstelldach ist ab Werk nicht lieferbar. Dazu sind die StĂŒckzahlen von ein paar Hundert Einheiten im Jahr nicht ausreichend fĂŒr einen Großserienhersteller wie VW. Aber das optionale Camping-Paket (833 Euro) bietet neben zwei FaltstĂŒhlen, einem Tisch und einem BelĂŒftungsgitter fĂŒr die SchiebetĂŒr auch ein 2,3 x 2,0 m großes Zelt fĂŒr die Heckklappe – mit Stehhöhe. Wer 987 Euro investiert, bekommt im Camping-Paket auch noch eine KĂŒhlbox mitgeliefert. Einen Kocher darf sich der Beach-Besitzer im Camping-Zubehör aussuchen.

Volkswagen Caddy Beach - Zelt an Heckklappe (Foto: ampnet/Stephan Lindloff)Was zeichnet den VW Caddy Beach sonst noch aus? Etwa solch nĂŒtzliche Details wie eine Magnet- und eine Mini-Taschenlampe, eine Zusatzbeleuchtung im Fahrgastraum, ein EntlĂŒftungshaken fĂŒr das Schloss der Heckklappe und ein LED-Spot in der derselben, außerdem Fahrer- und Beifahrersitz mit klappbarer Lehne und Klapptischen fĂŒr die RĂŒcksitze.

Wie die anderen Versionen des Caddy gibt es auch den Beach in zwei KarosserielĂ€ngen. Die kurze Version hat einen Radstand von 2681 Millimetern, der lĂ€ngere Caddy Maxi baut auf einem Radstand von 3006 Millimetern auf. Damit bietet der Maxi ein Plus von 47 Zentimetern LĂ€nge. Das langt, um hinten auf der Bettkante noch bequem sitzen zu können und ein doch deutlich besseres RaumgefĂŒhl zu genießen.

Äußerlich erkennbar ist der VW Caddy Beach als rollende Schlafgelegenheit lediglich an einer dezenten Dekorfolien-Beklebung mit Beach-Schriftzug. Wer völlig unauffĂ€llig mit seinem Mini-Camper unterwegs sein mag oder den Entfall der Beklebung. Und findet dafĂŒr in der Preisliste von VW einen dort selten zu sehenden Eintrag: Keine Kosten.

Volkswagen Caddy Beach - Fahrt2 (Foto: ampnet/Stephan Lindloff)Beim Fahren ist der kompakte Hochdach-Van natĂŒrlich erheblich agiler als jedes „echte“ Reisemobil der Kategorie „Weißware“. DafĂŒr sorgen auch die Motoren, die allesamt die Euro-6-Norm erfĂŒllen und bei der Leistung eine Bandbreite von 75 PS bis 150 PS abdecken. Schade ist, dass VW – zumindest bisher – den traktionsfördernden Allradantrieb ausschließlich mit der 122-PS-Variante des Zweiliter-Diesel anbietet. Mit 300 Newtonmeter Drehmoment geht der zwar ganz ordentlich zur Sache, noch mehr Freude macht allerdings der leistungsstĂ€rkste Motor mit 150 PS.
Zum Strand oder an den Baggersee geht es mit dem Beach ab 22.366 Euro, wenn man den 1.2 TSI mit 84 PS als Motorisierung wĂ€hlt. Der preiswerteste Diesel (mit 75 PS) startet bei 23.990 Euro. FĂŒr den VW Caddy Beach 2.0 TDI BMT 4Motion sind wenigstens 29.774 Euro fĂ€llig, fĂŒr den LĂ€ngenzuwachs beim Maxi verlangt VW weitere 2.160 Euro Aufschlag. (ampnet/Gerherd Prien)

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