Wohnmobil mieten: Vermieter muss kleine Kratzer hinnehmen

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Für kleine Kratzer durch Äste an einem geliehenen Wohnmobil muss der Mieter nicht unbedingt aufkommen. Ein Reisemobil sei nun einmal auch für den Kontakt mit der Natur gemacht, urteilte das Amtsgericht Rheinbach (Az. 5 C 536/13).
Wie die Deutsche Anwaltshotline berichtet, hatte ein Mann f├╝r seinen Urlaub ein Wohnmobil gemietet. W├Ąhrend der Reise gab es mehrere kleine Kratzer an der Fahrerseite und eine Delle hinten am Fahrradst├Ąnder. Der Vermieter weigerte sich daraufhin, die Kaution auszubezahlen und verlangte vom Urlauber Geld f├╝r die Ausbesserungen. Nachdem er die Kaution nicht zur├╝ckerhielt, konterte der Mieter, dass das Wohnmobil bereits w├Ąhrend des Urlaubs erhebliche M├Ąngel aufgewiesen habe und verlangte im Gegenzug r├╝ckwirkend eine Mietminderung.

Das Amtsgericht Rheinbach gab ihm teilweise Recht. Eine Mietminderung k├Ânne er zwar nicht verlangen, da er den Verleiher nicht unmittelbar nach Entdeckung auf die M├Ąngel hingewiesen hatte. Er habe allerdings ein Recht, seine Kaution zur├╝ckzubekommen, denn die Kratzer seinen im Rahmen einer vertragsgem├Ą├čen Nutzung entstanden. Abnutzungen wie kleine Kratzer seien eine einfache Folge von Urlaubsfahrten mit einem Wohnmobil, urteilten die Richter. Sie k├Ânnten dem Mieter daher nicht zur Last gelegt werden.

Anders sehe die Sache bei der Delle am Heck des Fahrzeugs aus. Hier habe der Mann die Fahrr├Ąder unsachgem├Ą├č befestigt und so einen Schaden verursacht. F├╝r diesen m├╝sse er auch haften. Nach Abzug der Kosten f├╝r diese Reparatur m├╝sse er aber seine Kaution ausbezahlt bekommen.

(Quelle: ampnet)

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