Caravaning-Ratgeber – sicher in den Urlaub fahren

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Mit Beginn der Urlaubssaison im Sommer nimmt auf den Autobahnen die Zahl der Wohnwagengespanne und Reisemobile deutlich zu. Einige Caravan-Lenker sind allerdings nur wenige Wochen, wenn nicht sogar nur ein paar Tage im Jahr mit ihrem Camper on Tour. Manche bewegen sich daher eher behutsam im Straßenverkehr, weil ihnen einfach die Routine und lehrreiche Reisekilomter fehlen. Gerne gesellen sich noch Unachtsamkeit und eine falsche Fahrzeugvorbereitung zur geringen Fahrpraxis.Caravaning-Ratgeber, Nr. 8 der GTÜ (Foto: GTÜ)

F√ľr¬†sichere Touren mit einem reichlich beladenen Camper gilt es n√§mlich¬†einiges zu beachten. N√ľtzliche Tipps und Anleitungen f√ľr die richtige Vorbereitung eines¬†Freizeitmobils und den¬†Fahrbetrieb haben die Sicherheitsexperten der GT√ú in ihrem aktuellen Caravaning-Ratgeber ver√∂ffentlicht. Die Sicherheitstechniker haben dabei vor allem das Beladen im Fokus. Nachl√§ssig oder gar leichtsinnig gepackt kann die Urlaubsreise bereits nach wenigen Kilometern unerwartet ein j√§hes Ende nehmen.¬†Damit Caravan oder Wohnmobil bei der Urlaubstour nicht ins Wanken kommt, sollte man beim Beladen den Schwerpunkt so tief wie m√∂glich halten. Schwere Gegenst√§nde sollten als erstes und generell in Bodenn√§he im Bereich der Achsen¬†untergebracht werden.¬†Zweite Grundregel – auf eine gleichm√§√üige Gewichtsverteilung auf der linken und rechten Seite im Fahrzeug achten.

Als Weiteres¬†empfiehlt der¬†Caravaning-Ratgeber rutschfeste Unterlagen und Zurrseile zur Ladungssicherung. Beim Packen sollte insbesondere das Heck von Reisemobilen nicht schwer beladen werden, weil dadurch die Vorderachse entlastet wird und sich damit die Traktion verschlechtert. Leichtes Gep√§ck darf auch weiter oben, beispielsweise in Hochschr√§nken, verstaut werden. Generell gilt f√ľr das Beladen eines Campers – das Reisegep√§ck bewusst ausw√§hlen und unn√∂tigen¬†Ballast lieber zuhause lassen.

Caravaning-Ratgeber – Camper fahren mit Gef√ľhl

Wegen des hohen Schwerpunktes von Wohnwagen und Reisemobilen sollte man lieber etwas langsamer in die Kurven gehen und grunds√§tzlich weiche Spur- und Richtungswechsel vornehmen. Der Caravaning-Ratgeber empfiehlt einen gef√ľhlvollen Fahrstil, um Instabilit√§ten, Wank- oder gar Kippneigungen zu unterdr√ľcken. Mehr noch als beim Pkw ist auf Seitenwind zu achten ‚Äď vor allem auf Br√ľcken und beim √úberholen von Lkw, da unerwartet einsetzende Seitenwinde Caravans und Reisemobile st√§rker versetzen. Also stets auf solche R√ľttler gefasst sein und wenn n√∂tig gegenlenken. Bis das richtige Fahrverhalten „in Fleisch und Blut“ √ľbergeht, sind einige Erfahrungen und √úbungen n√∂tig. Hierzu bieten neben den Automobilclubs auch die Caravan- und Reisemobilhersteller regelm√§√üig Fahrsicherheitstrainings f√ľr Camper an.

Auf’s richtige Tempo achten

Moderne Caravan-Kombinationen d√ľrfen auf Autobahnen und Schnellstra√üen mit getrennten Fahrbahnen bis zu 100 km/h schnell unterwegs sein. F√ľr √§ltere Gespanne gilt in der Regel ein Tempolimit von 80 km/h. Um in den Tempo-100-Genuss zu kommen, sind auch alte Caravans der Baujahre vor 1990 entsprechend nachr√ľstbar. Mit amtlich anerkannter Best√§tigung gibt es dann von der Stra√üenverkehrsbeh√∂rde eine offizielle Bescheinigung, die nur f√ľr den betreffenden Anh√§nger gilt und mit den Kfz-Papieren mitzuf√ľhren ist ‚Äď ebenso wie eine Tempo-100-Plakette, die am Heck des Caravans angebracht werden muss. Reisemobile bis 3,5 t d√ľrfen au√üerorts 100 km/h fahren, auf Autobahnen lautet die Richtgeschwindigkeit 130 km/h. Reisemobile √ľber 3,5 t sind au√üerorts auf Tempo 80 und auf Autobahnen auf Tempo 100 beschr√§nkt.

Weitere Informationen und Tipps stellt die GT√ú in ihrem aktuellen Caravaning-Ratgeber unter ratgeber.gtue.de zur Verf√ľgung.

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