Die Insel Rügen

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Die Insel Rügen erreicht man in aller Regel vom Süden bzw. Südwesten her über zwei Brückenverbindungen (eine Fähre gäbe es natürlich auch, wie fast überall im Norden). Wir wollen aber nicht in Stralsund (dort starten die Brückenüberfahrten) starten, sondern im Norden (zumindest mit unserem Reisebericht).

Kap Arkona: Insel Rügen ganz „oben“

Der nördlichste Punkt der Insel ist Kap Arkona (das stimmt zwar nicht wirklich, aber die Legende erzählt es nun mal und deshalb halten wir uns auch dran. Von weiten sieht man schon die gewaltigen Leuchttürme und von daher wagt es keiner zu zweifeln, dass dies der nördlichste Punkt sein muss.

An die Leuchttürme kommt man aber nicht mit dem Auto heran, die Gemeinde Putgarten hat vor das Kap Arkona einen großen Parkplatz gebaut und zwingt die Besucher auf eine Art Mini-Zug mit zwei Anhängern und einem missgelaunten Fahrer umzusteigen. Der brüllt in sein Mikrofon und sagt die Haltestellen an (bis zum Kap sind des Gott sei Dank nur zwei oder drei).

Die gemütliche Fahrt durch den Ort zeigt dem Besucher sofort, dass hier ALLES auf Tourismus ausgerichtet ist. Ein einstmals sicherlich schönes kleines Dorf ist gänzlich auf die ca. 800.000 jährlichen Besucher ausgerichtet und zur bunten Showbühne umfunktioniert worden.

Insel Rügen
Kap Arkona

Kommt man endlich an der Endstation an, kann man zu Fuß an den Leuchttürmen vorbei an die vermeintlich nördlichste Stelle des Landes gehen. Das Kap Arkona, so kann man auf einer großen Tafel lesen, wird durch die Witterung jedes Jahr 20 cm abgetragen und das Meer trägt die Felsmassen fort, so dass man sich mit einem Besuch nicht all zu viel Zeit lassen sollte.

Landschaftlich lohnt sich ein Besuch des Kaps auf alle Fälle und wer Lust auf alte NVA Marine Bunker hat, der kann sich das dort auch ansehen, ebenso wie den Jahrmarkt im Ortskern.

Gewinnwarnung Königsstuhl

Gewinnwarnung? Ja, so nennt man das auf dem Finanzparkett, wenn eine Firma schlechte zahlen schreibt und die Investoren nicht den Gewinn machen, den sie erhofft hatten. Was hat das mit dem Königsstuhl zu tun? Ganz einfach: Wir sind vom Kap am Parkplatz Königsstuhl vorbeigefahren und haben beschlossen, einen Blick auf die legendären Kreidefelsen zu werfen.

Vom Parkplatz aus mussten wir ein Busticket kaufen und mit einem Linienbus zum Nationalpark fahren (hätte man auch laufen können, wäre aber ziemlich weit gewesen und wir wollten ja von viele Sachen für die Caravan Lounge ansehen). Also Bus und dann das Erwachen: Neben Parkplatz und Bus wäre jetzt noch die dritte Zahlung fällig gewesen = Eintritt in den Park…

Das empfanden wir dann doch als Abzocke und sind postwendend wieder in den Bus gestiegen und zum Parkplatz mit der grauenvollen „Gastronomie“ zurück und weiter nach Sassnitz.

Seebad Sassnitz

Statt Königsstuhl also Sassnitz mit einem großen Hafen mit vielen Attraktionen, der auch bei schlechtem Wetter echt Spaß gemacht hat. Die Hotels an der Strandpromenade lassen heute noch erahnen, dass einst prominente Besucher wie Kaiser Wilhelm I. hier gern verweilten.

Kaiserliche Seebad Architektur übrigens auch in Sellin, das können wir nur lebhaft empfehlen…

Insel Rügen
Sellin

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