Strandgefl├╝ster (4): Eine blonde Reisebloggerin alleine unterwegs in Thailand

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Hier habe ich den letzten Teil meines Thailand-Abenteuers f├╝r euch. Die ersten Artikel der Serie findet ihr hier.

Fast drei Wochen meiner Rundreise sind vergangen und nun erwartet mich die n├Ąchste traumhaft sch├Âne Insel Thailands. Ich verabschiede mich von Koh Tao und warte fr├╝h morgens am Pier auf die F├Ąhre nach Koh Phangan. Koh Phangan ist die Nachbarinsel und bekannt f├╝r seine exzessiven Fullmoonpartys. Dort angekommen geht es mit dem Rollertaxi zu meinem Hostel.

Koh Phangan: Die Insel, die niemals schl├Ąft

Wieder habe ich mir ein paar Tage vorher schon ein Hostel herausgesucht und gebucht. Es hat einen Pool und eine sehr kreative und ausgefallene Anlage. Es ist alles in Blaut├Ânen gehalten und viele Graffitis und Kunstwerke zieren die W├Ąnde. Auch einen Billiard- und Bierpong-Tisch gibt es hier, eine gro├če Cocktailbar am Pool und eine Terrasse. Das Ambiente ist richtig einladend und man erkennt das Backpacker-Flair sofort. Mehrere Tage bleibe ich hier und fahre mit einem Roller alle Str├Ąnde der Insel ab. Einer ist sch├Âner als der andere.

Strand in Thailand
einsamer Strand auf Koh Phangan

Im S├╝den der Insel ist der Haad Rin Beach an dem die sogenannten Fullmoonpartys stattfinden. Diese Partys ziehen jeden Monat zur Vollmondnacht tausende feierw├╝tige Besucher an den Strand. Im Mondlicht wird dort ausgelassen getanzt und die G├Ąste sind oftmals mit UV-Farben bemalt. Diese Verzierungen auf der Haut leuchten unter Schwarzlicht und geben der Party ein besonderes Ambiente. Der Strand ist sehr weitl├Ąufig und bietet viel Platz f├╝r Besucher. Generell ist Koh Phangan eine richtige Partyinsel. ├ťberall und zu jeder Zeit finden hier verschiedene Festivals und Events statt, die jedes Jahr viele junge Backpacker auf die Insel locken.

Das Erste was ich am Strand entdecke ist ein Paraglidingschirm, der sich gerade in die L├╝fte erhebt und von einem Boot gezogen wird. Ich als Adrenalinjunkie, lasse mir sowas auf keinen Fall entgehen und kaufe mir sofort ein Ticket daf├╝r. Nach vier anderen G├Ąsten bin ich an der Reihe.

Thailand
Paragliden in Thailand

Mit meiner Actioncam in der Hand geht es endlich los und das Boot zieht meinen Piloten und mich in die H├Âhe. Die Sonne steht schon sehr tief und geht fast unter. Dadurch ist die ganze Insel in ein goldenes Licht geh├╝llt. Oben angekommen klingt sich das Seil des Bootes aus und wir fliegen eine Kurve nach links. Unter unseren F├╝├čen erstrecken sich die Baumwipfel, welche die Berge der ganzen Insel bedecken. Mein Pilot erkl├Ąrt mir, dass man manchmal sogar die Affen in den B├Ąumen erkennen kann, doch leider waren diesmal keine zu sehen. Das Gef├╝hl so weit ├╝ber dem Wasser zu schweben ist einfach sensationell. Man f├╝hlt sich schwerelos und v├Âllig frei. Wir drehen mehrere Runden und nach ungef├Ąhr 15 Minuten gleiten wir wieder zum Strand zur├╝ck. ├ťberw├Ąltigt von diesem Erlebnis steige ich wieder auf den Roller und fahre voller Gl├╝ckshormone zur├╝ck zum Hostel.

Koh Phangan: Halfmoonparty

Am n├Ąchsten Tag findet die Halfmoonparty statt. Diese ist ├Ąhnlich wie die Fullmoonparty, jedoch mitten im Dschungel und nicht am Strand. Mittlerweile habe ich mich mit einigen Backpackern aus dem Hostel angefreundet und wir gehen gemeinsam zur Halfmoonparty. Zuvor wird im Hostel noch vorgegl├╝ht und wir bemalen unsere Arme gegenseitig mit UV-Farben. Die Ergebnisse sind allerdings eher schlecht als recht und wir versuchen uns in am├╝santen Kritzeleien zu ├╝berbieten. Das Ganze artet in eine riesige Farbenschlacht aus und endet in einem Lachkrampf aller Beteiligter. Vollgeschmiert setzen wir uns in ein Shuttle und fahren zur Party. Mitten im Wald sind hier mehrere B├╝hnen und ganz viel Dekoration aufgebaut. Alles ist in UV-Farben bemalt und leuchtet unter den Schwarzlichtr├Âhren an jeder Ecke. Verschiedene Lampions und gro├če Pappfiguren h├Ąngen in den ├ästen der B├Ąume. Viel M├╝he und Aufwand steckt in dieser Location und man f├╝hlt sich von der Szenerie allein schon gefesselt. Man wei├č kaum wo man zuerst hinschauen soll. Die Menschenmassen str├Âmen direkt zu den B├╝hnen und verteilen sich davor an den verschiedenen St├Ąnden. Obwohl sehr viel los ist, hat man genug Platz zum Tanzen und viel Freiraum. Die Musik dr├Âhnt aus allen Richtungen und vermischt sich von mehreren B├╝hnen. Wir tanzen ausgelassen in dem Trubel und bewundern die aufwendige Dekoration um uns herum. Um Mitternacht wird ein ÔÇ×HalfmoonÔÇť Schriftzug am Rande der Anlage in Flammen gesetzt und brennt lichterloh ├╝ber den K├Âpfen der Festivalg├Ąste. Jedoch ist er hoch genug, um niemanden zu verletzen.

Halfmoon Schriftzug aus Flammen

Nach ein paar Stunden verlassen wir total ausgepowert das Gel├Ąnde und fahren zur├╝ck zum Hostel. Die letzten Tage auf Koh Phangan genie├če ich am Pool und am Strand in der N├Ąhe des Hostels. Noch einmal lasse ich so richtig die Seele baumeln. Anschlie├čend geht es f├╝r mich wieder mit der F├Ąhre weiter auf die letzte Insel Koh Samui.

Koh Samui: Der letzte Halt meiner Thailand-Reise

Nachdem ich das Hostel auf Koh Samui bezogen habe, schaue ich mir den Chaweng Beach an und bin v├Âllig schockiert. Ein riesen Hotel neben dem anderen, ├╝berall Massen an Touristen, am Strand ist kein freier Platz. Ich f├╝hle mich wie auf Mallorca am Ballermann. Das krasse Gegenteil von allen anderen Orten in Thailand, an denen ich bisher war. Das hatte ich ├╝berhaupt nicht erwartet. Die bunten Anzeigetafeln, die an jedem Laden und Hotel hell aufleuchten und der Sextourismus an jeder Ecke, schrecken mich ab. Hier findet man sicher keine Entspannung. In Phuket war es mir schon zu hektisch, jedoch ist es hier noch viel turbulenter. Eigentlich hatte ich vor drei Tage auf Koh Samui zu bleiben. Da es mir hier aber so gar nicht gef├Ąllt, buche ich mir ein Ticket f├╝r den Nachttransfer zur├╝ck nach Bangkok. Mein Flieger startet in ein paar Tagen zur├╝ck in die Heimat, deshalb halte ich es f├╝r besser schon etwas fr├╝her in Bangkok anzukommen. Laut Wetterbericht ist die n├Ąchsten Tage ein Sturm gemeldet, wobei die F├Ąhren ausfallen k├Ânnten. Bevor ich dann auf Koh Samui festsitze und meinen Flug verpasse, mache ich mich lieber schon einmal auf den R├╝ckweg. Mit der F├Ąhre lege ich dann am n├Ąchsten Abend in Surat Thani an und fahre mit einem Nachtbus bequem bis nach Bangkok. Der Bus ist total komfortabel. Die Sitze kann man komplett nach hinten legen und man hat gen├╝gend Platz zum Schlafen. So komme ich am fr├╝hen Morgen in Bangkok an und suche mir ein sch├Ânes Hotel mit einem Rooftop-Pool. Hier genie├če ich die letzten Tage das sch├Âne Wetter, br├Ąune mich in der Sonne und schl├╝rfe k├╝hle Cocktails ├╝ber den D├Ąchern Bangkoks.

Bangkok - Thailand
Skyline Bangkoks

Vier Wochen sind einfach an mir vorbei gerast. Ich f├╝hle mich jedoch vollkommen entspannt und irgendwie auch reifer. Es gibt so vieles was ich auf diesem Roadtrip ├╝ber mich gelernt habe. Mein Leben in Deutschland wei├č ich nun viel mehr zu sch├Ątzen und meine ├ängste vor unbekannten Situationen sind vollkommen verschwunden. Viele Erlebnisse, Erinnerungen und drei Speicherkarten voller Fotos und Videos nehme ich aus Thailand mit nach Hause. Auf dem R├╝ckflug bin ich traurig, dass die Zeit nun schon vorbei ist und ich das Land verlassen muss, aber gleichzeitig st├╝rze ich mich schon in die Planung meiner n├Ąchsten Reise. Vier Wochen sind einfach zu kurz und deshalb fasse ich den Entschluss nach meinen Studium f├╝r ein ganzes Jahr zu reisen. Viele Ziele stehen auf meiner To-Travel-Liste und noch viel mehr Str├Ąnde warten darauf, dass ich dar├╝ber schlendere. W├Ąhrend mein Alltag in Deutschland mich wieder einholt, blicke ich auf die Erlebnisse in Thailand zur├╝ck und st├╝rze mich vergn├╝gt in die Planung meiner Weltreise. Vorfreude ist schlie├člich die sch├Ânste Freude.

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